Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Robert Crumbach: Ein Richter will Stader Landrat werden

Robert Crumbach (Foto: oh)

tk. Landkreis Stade. Er ist noch der große Unbekannte in der Landkreis-Politik und wird das ganz schnell ändern: Robert Crumbach (51, SPD) will im Mai zum Landrat in Stade gewählt werden. Der Jurist, der als Referent der SPD-Landtagsfraktion in Potsdam arbeitet, lässt keinen Zweifel daran, dass er diesen Job übernehmen kann. "Was ich will und anpacke, das schaffe ich." Mit einer Mischung aus Tatendrang und Optimismus will er den Amtsinhaber-Bonus von Landrat Michael Roesberg schmelzen lassen.

Der Wahlkampf um den Chefsessel der Kreisverwaltung dürfte noch spannend werden. Robert Crumbach lobt Roesberg und kritisiert ihn gleichzeitig: "Der Landkreis wird gut verwaltet, es könnte aber mehr gestaltet werden."
Crumbach ist Richter am Arbeitsgericht Potsdam, hat als Referent im Sozialministerium in Brandenburg gearbeitet und zuletzt für die Brandenburger SPD-Landtagsfraktion in einer Enquetekommission gearbeitet, die sich mit Reformen der Kommunal- und Landesverwaltung beschäftigt. Dabei geht es vor allem darum, wie damit umzugehen ist, dass die Region rund um Berlin boomt, ländliche Gebiete dagegen zu kargen Landstrichen veröden. Nicht von der Hand zu weisen, dass es Parallelen zum Hamburger Speckgürtel und der Provinz weit hinter der Kreisstadt Stade gibt.
Der Landkreis Stade ist für Robert Crumbach kein gänzlich unbekanntes Terrain. Seine Frau ist Professorin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Künftig wird er zwei Mal pro Woche in der Region unterwegs sein. Wenn die heiße Wahlkampfphase beginnt, will der Bewerber für den Chefessel im Kreishaus ständig im Landkreis Stade präsent sein. In den kommenden Wochen möchte Crumbach viele Gespräche führen. Auch mit anderen Parteien im Kreistag -vor allem mit den Grünen
Kommunikation ist notwendig, wenn Robert Crumbach Allianzen und Unterstützung sucht. Seine Kandidatur hatte die Kreis-SPD offenbar zur Geheimsache gemacht. Selbst Politiker der Grünen als potentielle Unterstützer waren von dieser Personalie überrascht.