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Steht das Freizeithaus in Buxtehude zu oft leer?

Das Freizeithaus ist in den politischen Fokus von Grünen, BBG/FWG und FDP gerückt

tk. Buxtehude. Vordergründig ist es nur eine Anfrage zur Raumnutzung im Freizeithaus (FZH), faktisch aber ein grundsätzliches Hinterfragen von Teilaspekten der städtischen Jugendarbeit in Buxtehude: Gemeinsam wollen die drei Fraktionen von Grünen, BBG/FWG und FDP von Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt wissen, wie das FZH genutzt wird. "Sollte es freie Kapazitäten geben, stellen wir den Antrag, dass für das Freizeithaus ein neues Nutzungskonzept aufgestellt wird", schreiben die drei Fraktionsvorsitzenden.

Michael Lemke (Grüne) sieht beim FZH "Optimierungspotential". Seine Fraktion habe schon mehrfach nach der Nutzungsintensität gefragt und nie eine befriedigende Antwort erhalten. "Wir wollen eine faire Diskussion führen", so Lemke.
So stelle sich für die Grünen die Frage, warum die Stadt Miete für den Mehrgenerationen-Treff "Hoheluft" zahlen müsse, wenn sie mit dem FZH selbst Eigentümer einer nicht voll ausgenutzten Immobilie sei.

Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung empfinden die Anfrage als Angriff. So seien fast ähnliche Fragen bereits vor zwei Jahren gestellt und auch beantwortet worden. Die Idee, das FZH zum Mehrgenerationen-Treff zu machen, sei auch nicht neu. Allerdings sei das große Gebäude am Geschwister-Scholl-Platz dafür nicht geeignet, weil es nicht barrierefrei ist.

Offizielle Aussagen zur Anfrage der drei Fraktionen gibt es derzeit noch nicht. Das soll während einer Fachausschusssitzung geschehen. Mit 30 bis 50 Jugendlichen jeden Tag sei der Besuch im FZH aber gut, erklärt Achim Biesenbach, Vositzender des Stadtjugendrings (SJR). Im Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen anderer Kommunen sei das FZH ein Erfolgsmodell. Das zeige, dass das neue Konzept einer gemischten Nutzung aufgehe. Vormittags altersmäßig bunt durchmixt und anschließend nachmittags lommen Jugendliche.

Ob sich Michael Lemke mit dieser Antwort zufrieden gibt? Der Fraktionschef der Grünen sieht auch beim "Stieglitzhaus", dem Stadtteiltreff im Süden, zu wenig Nutzung und vermutet "Optimierungsbedarf".