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"HSVplus": Den Verein in eine bessere Zukunft führen

Holger Hieronymus im Gespräch mit Stefan Weinkowsky vom Fanclub "United 1887".
tk. Buxtehude. Diese Stimmen haben in der HSV-Welt Gewicht: Ex-Aufsichtsratschef Ernst-Otto Rieckhoff und Ex-Profi Holger Hieronymus werben für die Initiative "HSVplus". Im Kern fordern sie: Die Profi-Abteilung wird als AG ausgegliedert, der Aufsichtsrat verkleinert und Investoren sollen sich an der Profi AG beteiligen und damit frisches Geld für eine erfolgreiche Zukunft auf europäischer Ebene liefern. Bei den HSV-Fanclubs werben sie jetzt um Unterstützung. Am Sonntag waren sie zu Gast in Buxtehude.
Deutliche Worte fand Holger Hieronymus, der 1982 und 1983 in glorreichen Zeiten mit dem HSV Meister war: "Wenn sich die Strukturen nicht ändern, hat der Verein im Jahr 2020 keine Chance mehr." Der ehemalige Geschäftsführer der Deutschen Fußballliga (DFL) fordert: "Wir brauchen die richtigen Leute und die richtigen Strukturen. Genau wie Rieckhof will er, dass im Aufsichtsrat nur noch Experten für Fußball und Wirtschaft sitzen. Das Gezänk und Gezerre müsse aufhören. Satt elf wie jetzt nur noch sechs.
Ernst-Otto Rieckhoff wollte den beiden Buxtehuder Fanclubs "United 1887" und "1887er Buxtehude" die Sorge von einem Machtverlust der Mitglieder durch die Gründung einer Profi-Kicker AG nehmen. Entscheidende Weichenstellungen gebe es nur mit den HSV-Mitgliedern. So würden die strategischen Partner, die sich an der AG beteiligen sollen, weder die Fußballabteilung, noch den Verein übernehmen. Es komme kein "irrer Oligarch" zum Zuge. Ein "weiter so" könne es aber nicht mehr geben. Rieckhoff: "Wir dümpeln hin und her."
Der Applaus der Mitglieder aus den Buxtehuder Clubs zeigte deutlich: Was Hieronymus und Rieckhoff wollen, stößt grundsätzlich auf Zustimmung. Die jüngste Klatsche von 3:5 in Leverkusen lässt bei den Fans die Alarmlampen angehen. Ernst-Otto Rieckhoff: "Wir dürfen nicht unsere besten Spieler verkaufen, um den Verein zu entschulden." Für den Ex-Hamburger Heung Min Son hat der HSV zehn Millionen Euro Ablöse kassiert - und in Leverkusen ein Dreierpack umsonst obendrauf bekommen.