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Buxtehuder Unternehmen startet mit "Kessel 30" in die Zukunft

Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und "Synthopol Chemie"-Geschäftsführer Dr. Henning Ziemer besichtigen die neue Anlage "Kessel 30"

Die Firma "Synthopol Chemie" aus Buxtehude erhöht Produktionskapazität durch Neubau

ab. Buxtehude. Wir setzen auf eine weitere Wachstumsphase durch unser neues Gebäude“, sagte der Geschäftsführer des Kunstharz-Herstellers „Synthopol Chemie“, Dr. Henning Ziemer, kürzlich bei einer Begehung der neu gebauten, fünfstöckigen und 37 Meter hohen Halle 16, die in diesem Jahr in Betrieb genommen wurde. An dem Termin nahm neben Mitarbeiterinnen der Hansestadt auch Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt teil.

Nach Kapazitätsengpässen in der Produktion hatte das Unternehmen Im Jahr 2012 mit dem Bau einer neuen Produktionshalle begonnen. Die Herstellung von weit mehr als 100.000 Tonnen Kunstharz pro Jahr will „Synthopol Chemie“ erreichen, dafür soll vor allem „Kessel 30“, die neue Anlage in Halle 16, sorgen. 500 bis 600 Rohstoffe werden dort zur Herstellung der Kunstharze verwendet.

Seit 30 Jahren ist das Unternehmen im europaweiten Export tätig, vor fünf Jahren begann „Synthopol Chemie“ mit der Erschließung der Überseemärkte und exportiert u.a. nach China, Mexiko, Indien und Australien. „Unsere Auftragsbücher sind so randvoll mit Aufträgen, dass es teilweise schmerzt“, so Ziemer. Kunden bekämen ihre Ware erst acht bis zehn Wochen nach Bestellung, bräuchten sie jedoch häufig früher. „Darum sind wir sehr froh, dass ,Kessel 30‘ funktioniert.“

„Synthopol Chemie“ produziert seine Kunstharze u.a. für Bootsbauer oder Malerlacke, aber auch für die Auto- und Möbelindustrie. Das Unternehmen sei in der Branche als Zwischenlieferant bekannt, erläuterte Ziemer. In der Firma gebe es nur ein kleines Fertigwarenlager, denn, so der Geschäftsführer, „bei uns gibt es keine Vorrats-, sondern nur Auftragsfertigung.“

Mehr als 20 Mio. Euro hat das Unternehmen nun investiert und neben Halle 16 weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur vorgenommen, wie den Bau eines Heizhauses.

„Wir freuen uns, dass wir diesen Standort weiterentwickeln können“, sagte Ziemer und fügte hinzu: „Wir sind sehr gesund aufgestellt und derzeit schuldenfrei.“ Nach groben Schätzungen Ziemers wird „Synthopol Chemie“ im laufenden Jahr ca. 140 Mio. Euro Umsatz machen.

Die Bürgermeisterin begrüßte diese Entwicklung: „Für ein Buxtehuder Unternehmen ist das eine enorme Expansion“, so Oldenburg-Schmidt. Auch sei „Synthopol Chemie“ als Störfallunternehmen ein zuverlässiger Partner in Sachen Sicherheit.
• Im Jahr 2000 hatte es auf dem Firmengelände einen schweren Unfall durch die Explosion eines Kessels gegeben. Ein auf dem Firmengelände befindliches Gebäude wurde dabei zerstört und musste wieder aufgebaut werden. Menschen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden.