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Interview mit Iris Wolf: "Die Kaufmannschaft einen"

Iris Wolf: "Der Altstadtverein kann schnell Ideen umsetzen" (Foto: tk)

tk. Buxtehude. Sie setzt auf Teamwork und will die Stadt voranbringen: Iris Wolf ist kürzlich einstimmig zur Vorsitzenden des Altstadtvereins Buxtehude gewählt worden (das WOCHENBLATT berichtete). Redaktionsleiter Tom Kreib hat mit ihr über Motivation und Ziele gesprochen.

WOCHENBLATT: Sie sind aus dem Vorstand zurückgetreten und haben jetzt wieder den Vorsitz übernommen. Warum?

Iris Wolf: "Mein damaliger Rücktritt hatte persönliche Gründe. Diese bestehen jetzt nicht mehr. Somit ist es mir wieder möglich, im Vorstand zu arbeiten."

WOCHENBLATT: Der neue Leitsatz heißt Teamwork mit acht Vorstandsmitgliedern. Besteht nicht die Gefahr, dass "zu viele Köche den Brei verderben"?

Iris Wolf: "Um in Ihrem Bild zu bleiben: Gucken Sie mal, wie eine gute Küche arbeitet. Sie hat einen Head Chef, einen Sous Chef, und einen Dessert Chef
Ihr Spruch, viele Köche verderben den Brei, gilt nur, wenn alle 'einen Brei' kochen.
Bei uns ist, bildlich gesproche, einer für die Vorspeise, einer für das Hauptgericht und der nächste für das Dessert zuständig. Wenn es gut läuft, kommt ein tolles Menü dabei heraus. Jeder macht also das, was er gut kann."

WOCHENBLATT: Was sind die wichtigsten drei Dinge, die der neue Vorstand anpacken will?

Iris Wolf: "Erstens: Das Einen der Kaufmannschaft und der vielen Ideen in Buxtehude und das Zusammenführen aller dieser Initiativen in unserem Verein. Wir sind davon überzeugt, dass es wichtig ist, zusammen zu arbeiten und nach außen als Gemeinschaft aufzutreten. Das gilt für abgestimmte Aktivitäten, gemeinsame Werbung, ein einheitliches Erscheinungsbild. Für den Altstadtverein bedeutet das, Überzeugungsarbeit zu leisten. Ich bin sicher, dass die Digitalisierung auch eine Chance bietet. Sie zwingt uns nämlich zusammenzurücken und gemeinsam die Stadt Buxtehude nach vorne zu bringen.
Zweitens: Die Belebung der Innenstadt – und damit mehr Lauf und Kundschaft und schließlich drittens die Beschilderung. Das ist ein gemeinsames Projekt mit der Stadt Buxtehude und war nur aufgeschoben, bis das Rathausquartier fertig ist.”

WOCHENBLATT: Warum lohnt es sich, sich ehrenamtlich für Buxtehude, die Altstadt und den Einzelhandel einzusetzen?

Iris Wolf: "Der Altstadtverein ist nur seinen Mitgliedern verpflichtet und hat aus diesem Grund sehr kurze Entscheidungswege. Dies bedeutet, dass der Vorstand schnell Ideen umsetzen kann. Da alle Vorstandsmitglieder in Buxtehude tätig sind und hier leben, haben wir auch persönlich etwas davon. So gesehen haben wir alle einen Vorteil von unserer Arbeit. Das eint uns mit 40.000 Bürgern dieser Stadt und vielen Gästen."