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Ulrich Wiegel "Wir müssen das Wir-Gefühl stärken"

Ulrich Wiegel (Foto: tk)

tk. Buxtehude. Ulrich Wiegel hat den Vorsitz im Altstadtverein übernommen. Was will er anpacken, wie lassen sich die Mitglieder stärker motivieren und können die großen Feste noch unter der Regie der Ehrenamtlichen der Buxtehuder Kaufmannschaft stattfinden, wollte das WOCHENBLATT vom neuen Vorsitzenden wissen.



WOCHENBLATT: Was machen Sie als neuer Chef jetzt anders?

Ulrich Wiegel: Der Vorstand hat schon früher und auch unter dem Vorsitz von Iris Wolf sehr großen Wert auf Teamarbeit gelegt, daran wird sich nichts ändern. Es gibt eine klare Aufgabenteilung, über den aktuellen Stand der jeweiligen Tätigkeit wird immer wieder zwischendurch, spätestens aber monatlich im Zuge der Vorstandssitzung berichtet. Insofern arbeitet der AV sehr ähnlich wie ein Wirtschaftsunternehmen und es gibt durch den Wechsel nicht plötzlich eine Vielzahl neuer Aufgabenfelder, die zu „beackern“ wären. Dass immer wieder neue Ideen aus dem Vorstand kommen oder an uns herangetragen werden, liegt in der Natur der Sache. Hier sind uns natürlich Grenzen gesetzt, neue Projekte würden deshalb immer in enger Abstimmung mit dem Stadtmarketing angegangen werden.

WOCHENBLATT: Zur Jahreshauptversammlung sind nur eine Handvoll Menschen gekommen. Wie wollen Sie die Mitglieder stärker einbinden?

Wiegel: In der Tat könnte die Beteiligung bei der MV besser sein. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Mitglieder vor allem dann kommen, wenn größere Veränderungen in der Stadt anstehen, z. B. wie in der Umbauphase des Rathausquartiers. Solange alles normal läuft, ist die Motivation einer Teilnahme erfahrungsgemäß geringer. Da die normalen Tagesordnungspunkte schon viel Zeit in Anspruch nehmen, können wir nur sehr kurze Gastvorträge ins Programm aufnehmen. Auch ist der Kontakt unter den Händlern, u. a. bedingt durch den hohen Anteil an Filialisten, nicht mehr so ausgeprägt wie in der Vergangenheit. Vielleicht gelingt es uns ja in Zukunft, dieses Zusammengehörigkeitsgefühl wieder etwas zu stärken. Ideen in dieser Richtung gibt es bereits seit Längerem, die Umsetzung scheiterte aber bisher an den personellen Kapazitäten.

WOCHENBLATT: Die Organisation der großen Events wie Stadt- und Weinfest wird immer aufwendiger und auch teurer. Wie lange kann der Altstadtverein das noch ehrenamtlich wuppen oder wollen Sie sogar noch aufsatteln?

Wiegel: Dank des Zuschusses der Stadt sind wir jetzt in der Lage, die bisherigen Veranstaltungen weiter aufzuwerten. Als zusätzliche Events gibt es zwei Mal "Late-Night-Shopping". Im Herbst wird das „Late-Night-Shopping“ in Verbindung mit der Rallycross-WM stattfinden. Hier wollen wir versuchen, nicht nur unsere eigenen Kunden, sondern auch die zum Rennen aus ganz Europa angereisten Gäste für unsere Stadt zu begeistern. Wir erhoffen uns ein internationales Flair, wie es in einer Stadt vergleichbarer Größe sicherlich nur selten zu finden ist.