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Hochwasserschutz gelingt nur in einer Gemeinschaft: Artlenburger Deichverband feierte sein 125-jähriges Jubiläum

Mit dem Rücken zur Elbe (v. li.): Norbert Thiemann, Manfred Nahrstedt, Heiko Albers, Dr. Björn Hoppenstedt und Hartmut Burmester (Foto: 4B Medienverlag)
ce. Elbmarsch. Anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums lud der Artlenburger Deichverband jetzt ein zur Festveranstaltung an Bord des Ausflugsschiffes „Lüneburger Heide“. Mehr als 100 Gäste unternahmen gemeinsam mit den Gastgebern Deichhauptmann Hartmut Burmester und Verbandsgeschäftsführer Norbert Thiemann eine achtstündige Fahrt auf der Elbe. Sie führte von Artlenburg flussabwärts bis Geesthacht, anschließend wieder stromaufwärts bis Neu Darchau. Hochwasserschutz und Deichverteidigung standen bei vielen Teilnehmern - auch unter dem Eindruck der dramatischen Jahrhundertflut im Juni 2013 - im Mittelpunkt der Gespräche.
Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt betonte die vertraute Atmosphäre, die Grundlage für eine gedeihliche Zusammenarbeit des Landkreises Lüneburg mit dem Deichverband sei. Dr. Björn Hoppenstedt, Kreisrat des Landkreises Harburg, hob mit Blick auf das Wirken des Deichverbandes hervor, dass es immer noch Dinge gebe, die vor Ort in Eigenverantwortung in den besten Händen seien. „Die Selbstverwaltung ist ein Erfolgsmodell, das seit mehr als 1.000 Jahren Schutz vor Sturmflut und Hochwasser gewährleistet“, so Hoppenstedt. Dies habe sich gerade wieder im vergangenen Jahr gezeigt: Als das Wasser bis zur Deichkrone stand, war an jeder Ecke zu sehen, dass der oftmals totgesagte Zusammenhalt lebt und die Menschen bereit waren, für einander einzustehen. „Über Wochen wurden private Belange hinten angestellt.“
Auch Heiko Albers, Präsident des Wasserverbandstages Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, würdigte in seinem Festvortrag den Artlenburger Deichverband als modernes Dienstleistungsunternehmen mit Tradition. „Die Deichverbände sind als Urzelle der Wasserverbände ein gelebtes Erfolgsmodell, da nur in der Gemeinschaft und der gleichen Betroffenheit die kollektive Gefahrenabwehr und der gemeinsame Schutz vor Sturmfluten und Hochwasser möglich waren und sind“, sagte Albers.