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"Eine ganz bittere Geschichte"

Die Beschuldigte Erste Vorsitzende war auch für das Jugendcafé in Fredenbeck tätig

Verdacht auf Gelder-Veruntreuung: Kirche entlässt Fördervereins-Vorsitzende

tp. Fredenbeck. Der Verdacht lautet auf Veruntreuung von Vereinsgeldern: Die evangelischen Kirchengemeinden Fredenbeck und Mulsum haben sich deshalb von der Vorsitzenden des Fördervereins für Jugendarbeit („FörJu“) getrennt. Die 52-Jährige* soll Geld aus der Vereinskasse unterschlagen haben.
Die bislang unbescholtene Ehrenamtliche, die sich auch für das Jugendcafé in Fredenbeck und für die Jugendkonferenz, einem örtlichen Zusammenschluss der in der Jugendarbeit tätigen Vereine und Institutionen, einsetzte, soll sich inzwischen selbst angezeigt und sich einen Anwalt genommen haben.

Die Kirche hat ihrerseits Anzeige erstattet. Das sagt der Fredenbecker Pastor Michael Blömer auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Die finanziellen Unregelmäßigkeiten - unter anderem gehe es um gefälschte Belege - seien der Vereins-Kassenwartin Maren Müller kürzlich bei der Vorbereitung der Kassenprüfung aufgefallen. „Der Schock war groß. Es ist eine ganz bittere Geschichte“, so Blömer. Die entlassene Mitarbeiterin, die Zugriff auf die Vereinskonten hatte, habe laut Blömer bislang als „sehr sozial und außerordentlich engagiert“ gegolten. Über die Höhe des Schadens erteilt der Pastor keine genaue Auskunft: „Es sind nicht nur 100 Euro, aber es sind auch keine 20.000 Euro.“

Die Kommune hat die Beschuldigte ebenfalls von ihren Ämtern freigestellt. Auch bei der Gemeinde werden die Kassenunterlagen überprüft.
Nun muss der „Förju“-Vorstand um den verbleibenden Vize-Vorsitzenden Fabian Schild von Spannenberg seinen rund 80 Mitgliedern den heiklen Fall erklären. Dazu findet am Dienstag, 22. April, um 20 Uhr zu eine außerordentliche Versammlung im Gemeindehaus in Fredenbeck statt.

• „FörJu“ wurde im Jahr 2007 gegründet, um die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit mit Personal und besonderen Freizeitangeboten zu unterstützen. Die Vereinsarbeit wird über Jahresbeiträge ab 30 Euro und Spenden finanziert.

*Name der Redaktion bekannt