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Uhlenbusch: Wird alles größer?

Ein Bild aus dem vergangenen Jahr. Der Landkreis ließ die ehemalige Jugendbildungsstätte verfallen

Bauausschuss beschäftigt sich mit ehemaliger Jugendbildungsstätte / Hanstedt soll „genfrei“ werden.

mum. Hanstedt. Mit einem interessanten Antrag beschäftigen sich die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Planen und Bauen der Gemeinde Hanstedt am Dienstag, 3. September, ab 19 Uhr im „Alten Geidenhof“ (Buchholzer Straße 1). Die Gruppe UNS/Bündnis 90 Die Grünen wollen, dass künftig auf den gemeindeeigenen Flächen inner- und außerhalb der Ortschaft keine gentechnisch veränderten Organismen angebaut werden. Diese Regelung soll für Wege, Grünstreifen an Straßen und alle von der Gemeinde vermietete und verpachtete Flächen gelten.
Außerdem soll eine Einwohnerversammlung vorbereitet werden. Konkret geht es um die Ortsdurchfahrt Schierhorn. Die Anwohner sollen erneut dazu befragt werden, welche von drei Ausbauvarianten sie favorisieren.
Besonders im Blickpunkt steht allerdings der Bebauungsplan „Uhlenbusch“: Wie berichtet will der Hamburger Diplom-Kaufmann Axel Spielberg auf dem Areal der ehemaligen Jugendbildungsstätte des Landkreises (elf Hektar) ein Reiterhotel mit Appartements und Stallgebäude errichten. Der Kreistag hat für das Projekt unlängst grünes Licht gegeben. Doch die Pläne überschreiten die im Bebauungsplan festgesetzte Zahl der Vollgeschosse und um die überbaubare Grundstücksfläche. Die Überschreitung der Zweigeschossigkeit betrifft das geplante Reiterhotel. Optisch wirke der Gebäudeflügel als hätte er zwei Vollgeschosse, das ausgebaute Dachgeschoss und den darüber liegenden, ebenfalls ausgebauten Spitzboden. „Diese Abweichung von den Festsetzungen ist vertretbar“, so die Verwaltung.
Durch die Anordnung von Reiterhotel, Appartement-Hotel und Stallgebäude soll der Eindruck einer offenen, dreiseitigen Gebäudegruppe entstehen, die sich um einen Hof gruppiert. Da die gesamte Anlage mit Reet gedeckt werden soll, werden zwischen den Gebäuden aus Gründen des Brandschutzes relativ große Abstände erforderlich. „Das Appartement-Hotel ragt daher mit seiner Südecke über die im Bebauungsplan festgesetzt Baugrenze“, heißt es in den Unterlagen. Hier deute sich ein Kompromiss an: Architekt und Gemeinde wollen sich auf eine Überschreitung von fünf statt acht Metern einigen. Übrigens: Das Areal liegt in einem Landschaftsschutzgebiet am Rande des Naturschutzgebietes.
Investor Spielberg hielt sich in der Öffentlichkeit bislang mit seinen Plänen zurück. Bislang sickerte nur durch, dass er eine Million Euro an den Landkreis überweisen sollte. Allerdings gibt es 200.000 Euro zurück, wenn alle Bauten auf dem Grundstück verschwunden sind. Laut Kaufvertrag hat der Landkreis ein Rücktrittsrecht, wenn Spielberg seine Pläne nicht realisiert. Ursprünglich sollte das Hotel-Restaurant 20 bis 24 Zimmer haben, das Appartement-Hotel 16.