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Rätsel um das Logo gelöst: Stader Grafiker gestaltete den "Schmecke-Fuchs"

Der Schmecke-Fuchs zierte die Milchtüten der Asseler Molkerei (Foto: Grafik DPMA)
jd. Assel. Das Rätsel um den Fuchs ist gelöst: Im Rahmen der Reihe "Lost Place" wurde vor einer Woche die ehemalige Molkerei Süd-Kehdingen in Assel vorgestellt. Deren Milchtüten zierte fast 30 Jahre lang ein originelles Markenzeichen: ein Fuchs mit einem überdimensionalen Schwanz. So ungewöhnlich wie das Logo war auch der Markenname: "Schmecke-Fuchs". Doch niemand wusste, wo beides herkommt. Wen das WOCHENBLATT auch fragte: Keiner hatte eine Antwort. Jetzt meldeten sich zwei Leserinnen, die die Sache aufklären konnten.

"Der Einfall zu dem lustigen Namen kam von meiner Freundin Helga Hilgendorff", berichtet Jeannette Jacob aus Fredenbeck. Dazu gebe es eine amüsante Anekdote: "Als wir im Auto saßen und hinter einem Milchlaster aus Assel fuhren, erzählte Helga mir, dass das Wort Schmecke-Fuchs von ihr stamme. Sie war aber immer noch pikiert, weil sie für ihre Idee nur ein Stück Käse als Dankeschön erhalten hat." Vielen Stadern ist Helga Hilgendorff (†1999) ein Begriff: Die Kunstmalerin hatte ihr Atelier in der Hansestadt.

Ein anderer Stader Künstler fertigte das Logo an: "Mein Onkel, der Grafiker Hans Brüningsen, erhielt damals den Auftrag, das Fuchs-Zeichen zu kreieren", erzählt Gisela Schröder-Kern aus Drochtersen. Brüningsen († 2003) sei mit der Familie des Molkerei-Geschäftsführers Egon Meinshausen befreundet gewesen. Die Molkerei habe mit dem "Schmecke-Fuchs" in den 1970er Jahren die sogenannten Milchschläuche bedruckt, so Schröder-Kern: "Das war, bevor die Tetra-Packs aufkamen." Auch bei ihr zu Hause habe es diese "Schlauch-Milch" gegeben.

Mittlerweile ist die Marke "Schmecke-Fuchs" gelöscht. Rechte-Inhaber war zuletzt das Deutsche Milchkontor (DMK), mit 6,7 Milliarden Litern verarbeiteter Milch pro Jahr Deutschlands größter Molkereikonzern. Das entspricht der 280-fachen Menge Milch, die früher jährlich in der Asseler Molkerei angeliefert wurde.