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Gewerbegebiet Elstorf CDU drückt aufs Tempo

Nach derzeitigem Entwurf des Flächennutzungsplans ist im Süden Elstorfs ein Gewerbegebiet mit Anschluss an die neue Umgehung geplant (Foto: Gemeinde Neu Wulmstorf)
 Verwaltung soll Verträge mit der WLH schnell auf den Weg bringen

mi. Neu Wulmstorf. Die Politik drückt beim angedachten Gewerbegebiet Elstorf aufs Tempo. Gegen die Empfehlung der Verwaltung sprach sich Planungsausschuss der Gemeinde Neu Wulmstorf jüngst dafür aus, die Verwaltung zu beauftragen, einen Vertrag mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Harburg (WLH) für die Vermarktung des am südlichen Ortsrand von Elstorf geplanten Gewerbegebiets vorzubereiten. Die Politiker folgten damit einem Antrag der CDU.
Wer sich das Mega-Gewerbegebiet Mienenbüttel anschaut, mag es kaum glauben, aber in Neu Wulmstorf herrscht akuter Mangel an Gewerbeflächen. Vor allem kleine bis mittelständische Handwerksunternehmen, die sich vergrößern wollen, oder aufgrund neuer Vorschriften ihre Niederlassungen in der Ortsmitte aufgeben müssen, finden rund um die Orte Neu Wulmstorf, Elstorf, Rübke kaum geeignete Flächen. In einer Sitzung des Planungsausschusses verdeutlichte CDU-Fraktionsführer Malte Kanebley das Problem: "Unsere Unternehmen, Handwerker die hier verwurzelt sind, verlegen ihre Betriebe in andere Gemeinden, weil wir ihnen keine adäquaten Flächen bieten können. Und noch ein Problem sprach der Christdemokrat an, so stagnierten in Neu Wulmstorf, trotz brummender Konjunktur, die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Sie seien im groben Durchschnitt um eine Viertel gesunken.
Der CDU-Vorstoß kommt dabei sehr früh, denn für das zukünftige Gewerbegebiet existiert noch nicht einmal ein Flächennutzungsplan, damit fehlen derzeit noch die rudimentärsten planungsrechtlichen Voraussetzungen. Das ist aber laut dem Antragsteller kein Problem. Malte Kanebley erklärte dazu, dass die Flächen beim Verfahren um den F-Plan unumstritten seien, auch die frühzeitige Beteiligung Träger öffentlicher Belange und Behörden habe keine negativen Stellungnahmen hervorgebracht. Malte Kanebley: "Wenn wir jetzt, schon mit der WLH einen Vertrag aushandeln, kann es, wenn der F-Plan verabschiedet ist, sofort losgehen, warum sollten wir die Unternehmen in der Region länger warten lassen als notwendig." Mit seiner Argumentation stieß der CDU-Chef auf offene Ohren bei der SPD. Thomas Grambow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, unterstützte Kanebley Vorstoß. Pikant: Damit stellte sich die Ratsfraktion der Sozialdemokraten wie schon beim Bauprojekt "Waldsiedlung" gegen die von SPD-Mitglied Wolf-Eckbert Rosenzweig geführte Verwaltung. Im Rathaus, so betonte Verwaltungs-Vize Thomas Saunus, begrüße man zwar den Vorschlag, die WLH ins Boot zu holen, hält aber offenbar vom Vorpreschen der CDU wenig. "Wir befinden uns noch mitten im Abstimmungsprozess, es liegen auch noch keine belastbaren Fakten vor, deswegen rät die Verwaltung dazu, den CDU-Antrag bis zur Fertigstellung des Flächennutzungsplans zurückzustellen", machte Saunus den Standpunkt der Verwaltung deutlich. Ähnlich sah es Jan-Torsten Lüdemann von der UWG. In der Abstimmung setzte Kanebley dann aber seinen Standpunkt durch.