Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Benzin lag in der Luft

Auf der 200 Meter langen Strecke wurden Geschwindigkeiten bis 148 km/h erreicht (Foto: Ines Westphalen)

In Brackel fand am Wochenende zum ersten Mal die Blechrollermeisterschaft statt.

mum. Brackel. Von Hunderten Roller- und Kleinkraftradfahrern, die aus der ganzen Republik angereist waren, wurde der kleine Ort Brackel am vergangenen Wochenende belagert. Dort fand zum ersten Mal die Deutsche Blechrollermeisterschaft statt - ein Dorado für alle, die den Geruch von Rennbenzin, Motorensound und spannende Rennen lieben. Als Veranstalter hatten sich die Zwei-Takt Manufaktur „Flying Classics“ aus Hamburg, das „Spielzimmer Eimsbush“ und der „Bullducks S.C. Mölln“ die Brackeler Vereine als Unterstützung an die Seite geholt. Viele Rollerfahrer und Schaulustige säumten die 200 Meter lange Rennstrecke, auf der Höchstgeschwindigkeiten bis zu 148 km/h erreicht wurden.
„Zu diesem dritten offiziellen Lauf der DBM konnten wir 450 Gäste aus ganz Deutschland begrüßen. Die weiteste Anreise hatte ein Rollerfahrer aus Freiburg“, so Helge Wiese von „Flying Classics“. Insgesamt 40 Fahrer waren in mehreren Klassen an den Start gegangen. Mit nur 8,022 Sekunden lieferte Christoph Cramer aus Bodensee die Bestzeit.
Auch Marc Schween, Präsident des Brackeler Schützenvereins, hatte für das Rennen seinen Schützenjoppen gegen einen Rennanzug ausgetauscht. Er startete in der freien Klasse und wagte sich mit seiner Suzuki GT250 (Baujahr 1976) auf die gut gesicherte Rennstrecke. „Das muss ich nächstes Jahr unbedingt wieder machen“, sagte Schween im Anschluss an das Rennen.
Für die „kulinarische Versorgung“ der Gäste sorgten die Brackeler Feuerwehr, die Landeskirchliche Gemeinschaft und der MTV Brackel. „Wir hatten ein großartiges Wochenende auf der Rennmeile und der Festwiese“, so Detlef Meyer, Sprecher der Vereine und hauptverantwortlich für die Vorbereitung. „Wir schließen nicht aus, dass wir das wiederholen werden.“ Auch Helge Wiese betonte die hervorragende Organisation der Brackeler Dorfgemeinschaft: „Wir wurden hier super nett aufgenommen und haben gemeinsam mit den Brackelern gefeiert. Die Unterstützung des Dorfes für unser Rennwochenende war perfekt.“ Auf die Idee, ein Rennen in Brackel zu veranstalten, kamen die Organisatoren, weil mit Michael Knipper ein Brackler regelmäßig an den Rennen teilnimmt.