Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Telekom-Trick als Türöffner

Brigitte K. hatte Besuch von einer offenbar felschen Telekom-Mitarbeiterin

War angebliche Außendienstmitarbeiterin eine Gaunerin? Hausbesitzerin verständigte die Polizei

tp. Steinkirchen. Falscher Gasmann, Stadtwerke-Techniker oder Schornsteinfeger: Gauner schlüpfen in viele Rollen, um sich Zugang zu Privathaushalten zu verschaffen. Ungebetenen Besuch hatte jetzt Brigitte K.* (55) aus dem Altländer Dorf Steinkirchen. Am vergangenen Samstagmittag klingelte eine Frau bei ihr, die sich offenbar unberechtigt als Telekom-Mitarbeiterin ausgab. Für Brigitte K. steht fest: "Die Frau wollte mich ausspionieren."

"Ihre Gebühr ist zu hoch. Sie telefonieren doch gar nicht so viel": Mit diesem Satz hatte die angebliche Telekom-Außendienstmitarbeiterin Brigitte K. schnell in ein Gespräch verwickelt. "Dann bot sie mir eine Vertragsänderung an und verlangte meine Rechnung", sagt Brigitte K. Da sie ihre Telefonrechnung aber nicht auf dem Papier vorliegen hatte, sondern nur in elektronischer Form auf ihrem Computer, ließ sie sich auf ein Alternativ-Angebot ein. "Ich sollte mich am folgenden Montag bei der Telekom in Stade über Tarife beraten lassen", sagt Brigitte K. Doch dort erfuhr sie, dass das Unternehmen grundsätzlich keine Vertreter von Tür zu Tür schickt.

Nach den sonderbaren Vorfällen, die sich so ähnlich auch bei Nachbarn an der Straße "Huttfleth" abgespielt haben sollen, hat Brigitte K. ein mulmiges Gefühl. Sie fragt: "Wollte die falsche Telekom-Frau Daten von mir erspähen? Wollte sie mein Haus nach Wertgegenständen ausspionieren? Wollte sie mich am Montag gezielt aus dem Haus locken?" Brigitte K. hat nach einigem Zögern die Polizei benachrichtigt.

Laut Polizei-Presseprecher Rainer Bohmbach gibt zu dem konkreten Fall keine weiteren Erkenntnisse. Es komme aber immer wieder vor, das Ganoven falsche Identitäten als Türöffner zu Privatwohnungen benutzen. Meistens seien dies Ablenkmanöver für Diebstähle. Bohmbach rät Betroffenen, nach einem dubiosen Besuch unverzüglich die Polizei zu verständigen: "Nur so können wir angemessen reagieren und einen Streifenwagen schicken, wenn sich die potenziellen Täter noch in der Gegend aufhalten."

• Nach Brigitte K.s Schilderungen hat die angebliche Telekom-Frau (Mitte 40), schulterlanges, glattes, braunes Haar und trug eine dunkle Mütze sowie eine schwarze Jacke. Sie soll sich im Gespräch als "Frau Klausen" ausgegeben haben.
*Name von der Redaktion gekürzt