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"Italien? Jederzeit wieder!"

Ob in Deutschland oder Italien: Morten Ullrich ist mit vollem Einsatz KFZ-Mechatroniker-Geselle
 
Zwischen Ausbilder Mathias Süchting und Lehrling Morten Ullrich stimmt die Chemie

Ein Neu Wulmstorfer KFZ-Mechatronik-Lehrling sammelt Erfahrung in einem italienischen Betrieb

Ab nach Vicenza! Morten Ullrich bekam als einer von zwölf Handwerkslehrlingen in einem von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade organisierten Austauschprojekt die Chance, zwei Wochen lang italienische "Betriebsluft" zu schnuppern. Der KFZ-Mechatronik-Lehrling, der sich im dritten Lehrjahr befindet und seine Ausbildung beim Autohaus S+K in Neu Wulmstorf macht, war sofort Feuer und Flamme für das Projekt und kehrte mit vielen guten Erfahrungen im Gepäck wieder in seinen Ausbildungsbetrieb zurück. "Ich würde das jederzeit wieder machen", strahlt der 19-Jährige begeistert. "Meine Gastfamilie war die beste. Wir konnten uns selbst unser Essen machen und sie waren sehr nett." Mit einem zweiten Lehrling teilte sich Morten eine Bleibe unterm Dach. "Die Familie hat uns viel bereitgestellt. In anderen Gastfamilien durften die Lehrlinge nicht mal das Salz benutzen."
Die Verständigung funktionierte über Hände und Füße, denn Mortens Gasteltern sprachen kein Englisch - so wie sein "Chef" in dem kleinen Familienbetrieb außerhalb Vicenzas. "Zum Glück sprach der Geselle dort gut Englisch, beim Chef habe ich nie etwas verstanden", erzählt Morten grinsend.

In dem Vier-Mann-Team fühlte sich der Neu Wulmstorfer sehr wohl. Von Anfang wurde dem Lehrling sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Er kümmerte sich um Getriebe, setzte Kupplungen wieder instand. Gearbeitet wurde von 8 bis 18 Uhr - mit einer zweistündigen Mittagspause, von denen Morten Großteile "im Auto" verbrachte. "Erst habe ich was gegessen und dann konnten wir uns in den Autos ausruhen", sagt der angehende KFZ-Mechatroniker. "Aber eigentlich war mir die Pause zu lang."

Die Arbeit sei ähnlich gewesen wie in seinem Heimatbetrieb, allerdings seien die italienischen Autos häufig komplizierter gebaut. "Die sind teilweise nicht zum Reparieren gemacht", schaltet sich Mortens Ausbilder und Geschäftsführer des Autohauses S+K Mathias Süchting ein. "An manche Teile kommt man so gut wie gar nicht ran." Auch die Ausbilder wurden für drei Tage nach Italien eingeladen. Und durften in der Zeit ein straffes Unterhaltungsprogramm durchlaufen. "Wir haben uns alle Betriebe angeschaut, in denen die Lehrlinge untergebracht waren. Das war sehr interessant."

Das Projekt hat Süchting gern unterstützt. "Eine tolle Gelegenheit für die Lehrlinge! Ich finde es sehr wichtig, andere Länder und Kulturen kennzulernen." Der Ausbilder wünscht sich, dass das Projekt noch ausgebaut wird: "Ein Austausch der Lehrlinge wäre perfekt", findet er. "Acht Wochen im dritten Lehrjahr, das könnte ich mir gut vorstellen."

Eine Tipps und Tricks für seinen Job hat Morten aus Italien mitgebracht, doch was ihn besonders beeindruckt hat, war der Umgang der Mitarbeiter untereinander. "Alle sind sehr nett und hilfsbereit gewesen und haben klasse im Team gearbeitet." Für seine Zukunft wünscht sich Morten eine Anstellung in seinem Ausbildungsbetrieb. "Ich möchte meinen Meister machen. Und irgendwann wieder einen Urlaub in Italien machen."