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Ortsvorsteher Heinrich Prigge: "Wir sind relativ wunschlos glücklich"

Ortsvorsteher Heinrich Prigge feiert sein erstes Weihnachtsfest im neuen Haus

Im vierten Teil der WOCHENBLATT-Serie geht es um den Schwiederstorfer Ortsvorsteller


ab. Schwiederstorf. Er ist eng verbandelt mit diesem Ortsteil Neu Wulmstorfs: Ortsvorsteher Heinrich Prigge (57) wohnt seit seiner Geburt in Schwiederstorf. „Du kennst hier alle“, hieß es im Jahr 1996, als der Bankkaufmann gefragt wurde, ob er diese Aufgabe übernehmen würde. „Und das stimmt. Außerdem bin ich durch meinen Job bei der Bank für viele Anwohner auch täglich präsent“, sagt Prigge. Wer etwas von ihm wolle, käme einfach während Prigges Arbeitszeiten bei der Bank vorbei.

Der Verwaltungsaufwand, den es einst für Ortsvorsteher gab, sei stark zurückgegangen. Vor einigen Jahren gehörten noch Aufgaben wie die Viehzählung bei jedem einzelnen Bauer dazu. „Jetzt sind es mehr die Altengeburtstage, um die ich mich kümmere und bei denen ich zum Gratulieren vorbeischaue.“
Im Jahr 2003 kam Edeka, für die Ansiedlung des Verbrauchermarktes setzte er sich mit dem Elstorfer Ortsvorsteher Peter Hauschild zusammen ein. „Den Markt wollten wir haben.“ Das Vorhaben gelang.

Ein ruhiges Leben sei es im Ortsteil Schwiederstorf, sagt Prigge. Hin und wieder gebe es schadhafte Wege, werde Müll unerlaubt irgendwo abgeladen. Kindergarten und Schule seien fußläufig zu erreichen. Verkehrsprobleme seien eher selten. „Wir sind relativ wunschlos glücklich hier“, stellt Heinrich Prigge fest. „Wir sind eine aufgeschlossene Gemeinde. Neubürger integrieren sich bei uns sehr schnell, bringen sich positiv in das Gemeinleben ein“, fügt der Ortsvorsteher hinzu.
Heinrich Prigge ist seit dem Jahr 1975 Mitglied im Schützenverein Elstorf, inzwischen auch Präsident. „Meine Freizeit verbringe ich häufig dort“, sagt er. Einmal pro Jahr ginge es nach Sylt: „Das machen meine Frau und ich regelmäßig seit zehn Jahren.“ Auch Kreuzfahrten mache er hin und wieder gern, beispielsweise auf der AIDA. „In London waren wir schon und sogar in Marokko.“

Heinrich Prigge ist verheiratet. Seine Frau Anke, eine gebürtige Moorburgerin, lebt schon seit ihrer Jugend in Schwiederstorf. Vor Kurzem zog Prigge in ein neues Haus - selbst entworfen, wie er erzählt. Im Haus nebenan wohnt einer seiner Söhne, drei weitere Kinder und zwei Enkelkinder leben ebenfalls in näherer Umgebung.