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Soll Famila nach Neu Wulmstorf kommen?

Seit 2013 wird die Ansiedlung des Verbrauchermarktes Famila im Neu Wulmstorfer Rathaus diskutiert Fotos: ab
 
Hannelore Schade

Was sagen Neu Wulmstorfer Bürger zu der Ansiedlung des Verbrauchermarktes? Das WOCHENBLATT hat nachgefragt



ab. Neu Wulmstorf.  Im Jahr 2013 gab es in der Gemeinde Neu Wulmstorf erste Planungen zur Ansiedlung des Verbrauchermarktes Famila. Noch immer ist das Thema umstritten: Wie bereits mehrfach berichtet, befürworten die einen den Zuzug und wünschen sich, dass auf der Fläche des ehemaligen Möbel-Meyn-Geländes an der Matthias-Claudius-Straße etwas geschieht. Die anderen befürchten, dass vor allem die in der Bahnhofstraße ansässigen Einzelhändler unter einer Ansiedlung leiden und Kaufkraft aus Neu Wulmstorfs Mitte abfließen wird. Das WOCHENBLATT hat sich umgehört und direkt vor Ort Stimmen von Neu Wulmstorfer Bürgern eingefangen:

• Laura Früchtenicht (25), Verwaltungsfachangestellte: „Meiner Meinung nach gibt es hier genug Geschäfte, darum bin ich gegen eine Ansiedlung. Außerdem bevorzuge ich beim Einkauf regionale Händler.“

• Samet Buyankara (30), Friseurmeister: „Famila soll kommen, für mich wäre das perfekt. Es würde mehr Vielfalt nach Neu Wulmstorf bringen, denn die Geschäfte hier sind nicht sehr abwechslungsreich. Es mangelt beispielsweise auch an Bekleidungsgeschäften.“
• Klaus Mügge (57), Kaufmann: „Ich bin dagegen, denn der eine oder andere Einzelhändler wird dadurch Probleme bekommen. Der Ortskern wird darunter leiden und verwaisen. Ich als Kaufmann würde dann die Schließung einer der beiden Rewe-Märkte in Betracht ziehen.“

• Hannelore Schade (54), Büroangestellte: „Was die Ansiedlung betrifft, bin ich etwas unentschlossen: Eigentlich habe ich nichts dagegen, dass sich ein weiterer Verbrauchermarkt niederlässt. Ich hätte mir aber eher einen anderen Markt gewünscht, denn ich finde Famila zu teuer."

• Marina Prvanovic (37), Angestellte in Führungsposition: „Ich bin dafür. Die Auswahl in Neu Wulmstorf wäre dann größer, außerdem schafft die Ansiedlung neue Arbeitsplätze und macht den Ort attraktiver. So ein Nahversorger hat auch eine soziale Komponente: Man trifft sich dort beim Einkaufen. Die Kunden werden auch weiterhin in die kleinen Geschäfte gehen.“

• Auch Leserzuschriften erreichten die Redaktion. So schreibt Ursula Pehmöller: „Ich bin eine Befürworterin des Familia-Marktes an der Matthias-Claudius-Straße. Neu Wulmstorf wäschst stetig. Zur Zeit entsteht ein Wohngebiet an der Lessingstraße. Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Verbrauchermarkt wie Familia hier gut verträglich ist.“

Elke Tietz findet eine Ansiedlung ebenfalls gut: „Ich bin dafür. Wir wachsen und wachsen und haben mehr als 25.000 Einwohner. Die meisten fahren am Wochenende in die großen Supermärkte in die Umgebung nach Harburg, Buchholz, usw. Also geht doch dort schon die Kaufkraft hin - was wir verhindern können, wenn ein Famila-Markt in unser Dorf kommt. Die kleinen Läden müssen meiner Meinung nach zu viel Miete zahlen und damit auch ihre Ware zu teuer anbieten. Dadurch verlieren sie ihre Kunden. Es stehen jetzt schon viele Läden leer, weil sich keiner die teuren Mieten leisten kann. Auch hoffe ich, dass mit Famila ein Fischtresen kommt. Also, bitte ein Famila-Markt nach Neu Wulmstorf. Wir haben gefühlte zehn Friseure und zehn Bäcker, aber keinen vernünftigen Fischhändler.“