Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Alle vier Pfoten voll zu tun

Lehrerin Nina Schimkat mit ihrem Hund Paula

Schulhund "Paula" trocknet Schülertränen und hilft den Pädagogen an der Oberschule Rosengarten bei der Arbeit

mi. Rosengarten. Wer hätte gedacht, dass vier Pfoten so viel bewegen können. An der Oberschule in Nenndorf in Rosengarten haben Schüler und Lehrer Labrador "Paula" richtig ins Herz geschlossen. Die drei Jahre alte Hündin gehört Lehrerin Nina Schimkat und ist der offizielle Schulbesuchs- und Therapiebegleithund der Oberschule Rosengarten.
Eigentlich wollte Nina Schimkat "Paula" nur ab und an in die Schule mitnehmen. Mittlerweile hat der Vierbeiner einen gemütlichen Schlafplatz im Büro der Schulsozialarbeiterin Silke Hassaini oder wuselt durch den Sekretariatstrakt, um jeden Besucher freudig zu beschnuppern oder ein Leckerli abzustauben.
Seit November 2012 hat "Paula" jetzt eine "Festanstellung" als Schul- und Therapiebegleithund an der Oberschule. Dafür hat der aufgeweckte Vierbeiner extra eine Prüfung abgelegt.
Jetzt hat "Paula" alle vier Pfoten voll zu tun. Die Hündin unterstützt Lehrkräfte bei der Arbeit. Ihre Aufgaben: Ballspielen, trösten und toben.
"Hunde sind wertfrei, sie interessieren sich nicht für Marken, gehen auf jeden offen zu - das ist für Kinder eine sehr schöne Erfahrung", erklärt Nina Schimkat. Schulsozialarbeiterin Silke Hassaini ergänzt: "Paula trägt zu einer entspannten Atmosphäre bei und hilft Schülern allein durch ihre Anwesenheit Kraft zu schöpfen". Auch die Schüler freuen sich über den flauschigen Begleiter: "Ich besuche Paula, wenn ich mich geärgert habe, wenn ich mit ihr spiele, vergesse ich meine schlechte Laune", sagt zum Beispiel Peter, der die siebte Klasse der Oberschule besucht.
Dieser positive Effekt von Hunden im Schulalltag wird auch von wissenschaftlichen Studien gestützt. Laut der "Mars Heimtierstudie" setzen immer mehr Bildungseinrichtungen Hunde als "Co-Pädagogen ein.
Allerdings: Hunde sind kein Spielzeug. Auch das vermittelt Nina Schimkat den Schülern durch die Arbeit mit "Paula". "Die Kinder spielen nicht nur mit "Paula", sondern lernen auch, Rücksicht auf sie zu nehmen", erklärt die Pädagogin. Wenn es der Hündin dennoch mal zu viel wird, trollt sie sich einfach auf ihre Schlafdecke im Büro der Schulsozialarbeiterin.
Ansonsten ist "Paula" übrigens ein ganz normaler Hund. Sie liebt Spaziergänge, am besten mit ausgiebigen Bädern in Gewässern aller Art. Außerdem ist der Vierbeiner im Gegensatz zu seinen menschlichen Kollegen höchst bestechlich. "Paula ist verrückt nach Bananen, dafür würde sie wohl alles tun", sagt Nina Schimkat.