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Bangen um „Lillifee“ hat ein Ende

Hat keine Scheu vor Menschen und läuft wie ein Hund an der Leine: das Schaf„Lillifee“ mit Besitzer Marco Stöver

Nach Schock jetzt Erleichterung: Schaf ist wieder gesund, aber ein Huf musste amputiert werden


ab. Klecken. Das Drama um das zutrauliche Soayschaf aus Klecken ging kürzlich in den zweiten Akt: „Lillifee“ musste ein Stück des Beinchens oberhalb des Hufes amputiert werden. Zum Glück hat das Tier die Operation gut verkraftet und ist wieder zu Hause: „Lillifee ist wohlauf“, teilte Besitzer Marco Stöver dem WOCHENBLATT mit. „Sie springt schon über ein Meter hohe Zäune.“

Was vorher geschah: „Lillifee“ wurde in die „Klinik für kleine Klauentiere“ nach Hannover gebracht, nachdem Unbekannte offenbar versucht hatten, das Tier mithilfe einer Drahtschlinge von der Kleckener Weide zu ziehen (das WOCHENBLATT berichtete). Dabei hatte sich der Draht tief in eines von „Lillifees“ Hinterbeinen geschlungen und dem kleinen Schaf üble Verletzungen zugefügt. „Lillifee“ zeigt wenig Scheu vor Menschen: Marco Stöver hat das kleine Schaf mit der Flasche großgezogen. Möglicherweise wurde dem Tier seine zutrauliche Art zum Verhängnis. Insgesamt acht Wochen lang blieb das Tier in der Klinik in Hannover. Dass die Kosten dabei überschaubar blieben - 460 Euro bezahlte Stöver für den Aufenthalt - ist unter anderem den Kindern der Hasengruppe aus dem Kleckener Kindergarten zu verdanken. Sie kennen das dreijährige Schaf, malten ihm Bilder und schrieben einen Brief nach Hannover, in dem sie darum baten, „Lillifee“ möge bald zurückkehren. „Das hat die Ärzte anscheinend sehr beeindruckt“, vermutet Stöver. Erst hatte es so ausgesehen, als ob das Bein gerettet werden könnte. Aber die starke Verletzung heilte nicht ab. Der Huf musste amputiert werden.

Nach der Operation ist alles gut verheilt und „Lillifee“ wieder richtig fit. Damit das 25 Kilo schwere Tier das verkürzte Bein richtig belasten kann, hat Marco Stöver ihm aus einem Hundeschuh, Luftpolsterfolie und Watte eine Gehhilfe gebastelt. Diese wird direkt unterhalb des Stumpfes befestigt. „Es funktioniert wie eine klassische Prothese und wird von Lillifee sehr gut angenommen“, erzählt Stöver.

Jetzt kann „Lillifee“ wieder fröhlich über die Wiese toben. Demnächst kommt sie gemeinsam mit Schaf „Marie“ und Ziege „Finja“ auf eine andere Weide, „dort ist sie sicherer“, sagt Stöver. Eine Überwachungskamera hat er dennoch installiert.