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Probleme mit den Pendlern in Klecken: Anwohner der Bahnhofstraße fordern Parkverbot und stärkere Kontrollen

Eckehard Schoer (re.) und Harald Hagel wünschen sich, dass in der Bahnhofstraße vernünftig geparkt wird
as. Klecken. Will Eckehard Schoer von seinem Grundstück an der Bahnhofstraße in Klecken fahren, muss er erst mal schauen, ob seine Ausfahrt überhaupt frei ist. Die Parkplätze an seiner Ausfahrt sind bei Pendlern, die zum Bahnhof wollen, äußerst beliebt, zum Teil wird seine Zufahrt einfach zugeparkt. Parkverbotsschilder und Zick-Zack-Markierungen vor der Auffahrt werden auf der Suche nach einem Parkplatz häufig ignoriert. „Wenn die Leute vernünftig parken würden, hätten wir ja nichts dagegen“, sagt Eckehard Schoer. „Die Autofahrer parken aber teilweise in den Ausfahrten oder blockieren sie gleich ganz und wir kommen nicht vom Grundstück“, ärgert sich der Kleckener. Auch Handwerker, Feuerwehr oder Krankenwagen hätten im Ernstfall Schwierigkeiten, aufs Grundstück zu kommen. Ein Anwohner der Bahnhofstraße halte seine Zufahrt mit Verkehrshütchen frei, wenn er Handwerker erwarte, berichtet Schoer. Ein weiteres Problem: Wird zu dicht an der Ausfahrt geparkt, können die Anwohner die schmale Straße beim Wegfahren nicht mehr einsehen. „Dann müssen wir quasi im Blindflug raus“, ärgert sich Schoer.
Das möchte Eckehard Schoer gerne ändern. „Man könnte das Parken in der gesamten Bahnhofstraße verbieten, mit Ausnahme für die Anwohner. Oder das Parken nur mit Parkscheibe, auf zwei Stunden befristet, erlauben“, schlägt Eckehard Schoer vor. Er hat jetzt dem Ortsrat eine Unterschriftenliste übergeben, auf der 28 Anwohner der Bahnhofstraße unterschrieben haben. Auch sein Nachbar Harald Hagel kennt das Problem. Er verpasste bereits einen wichtigen Arzttermin, weil die Zufahrt zu seinem Grundstück komplett zugeparkt war. Das Ordnungsamt musste das geparkte Fahrzeug schließlich abschleppen lassen. „Wir hatten gehofft, dass sich die Lage mit dem neuen P+R-Parkplatz vielleicht verbessert, das ist aber bislang nicht der Fall“, so Hagel.
Der P+R-Parkplatz wurde im August eröffnet. Während ein Teil der Pendler den Parkplatz bereits benutzt, halten andere offenbar an ihren Gewohnheiten fest. „Egal wieviele P+R-Parkplätze gebaut werden, als erstes fahren die Leute in die Bahnhofstraße und schauen, ob sie hier einen Parkplatz mit direktem Zugang zum Gleis finden“, ist Eckehard Schoer überzeugt. Das könne er ein Stück weit nachvollziehen, ihn ärgere aber, dass sich die Autofahrer nicht an die Verkehrsregeln halten.
Auch Ortsbürgermeisterin Anke Grabe ist die Situation bekannt. „Auch die anderen Straßen um den Bahnhof sind betroffen. Die Autofahrer parken selbst im Wendehammer“, so Grabe. Der Ortsrat will die Unterschriftenliste an die Gemeinde geben, verbunden mit der Aufforderung, den Bereich um den Bahnhof stärker zu kontrollieren.