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Landberatung Harburg zieht positive Bilanz / Katerstimmung bei Landwirten

Der neue Vorstand (v. li): Andreas Masuth, Johann Fehlhaber, Carsten Heitmann, Matthias Brenning, Klaus Stöver und Vorsitzender Carsten Wentzien

mi. Rosengarten. Herrscht in der Landwirtschaft derzeit auch Katerstimmung, die Landwirtschaftliche Unternehmensberatung Harburg (Landberatung) blickt intern auf ein positives Jahr zurück. Auf der Generalversammlung im Gasthaus Böttcher zogen Berater und Vorstand ein positives Fazit.

Leichte Mitgliederkritik gab es wegen der großen Auslastung der beiden Berater. „Brauchen wir vielleicht mehr Personal?“, war die einzige kritische Frage, mit der sich der Vorstand der Landberatung um den Vorsitzenden Carsten Wentzien auseinandersetzen musste. Hintergrund: Einige Mitgliedsbetriebe hatten festgestellt, dass die zwei Berater durch immer mehr Bürokratie stark ausgelastet sind. „Wir werden uns im Vorstand mit dieser Frage auseinandersetzen müssen“, sagte dazu Carsten Wentzien. Ansonsten gab es nichts zu bemängeln. Finanziell steht die Landberatung derzeit gut da, und auch für dieses Jahr erwarte man ein deutliches Plus. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe stieg in 2014 auf 232 an. Auch die Vorstandswahl verlief unkompliziert. Bis auf Peter Wilkens, der nach 30 Jahren den Vorstand verließ, wurden alle Mitglieder einstimmig wiedergewählt. Den Posten von Peter Wilkens übernahm Matthias Brenning, auch seine Wahl war einstimmig.
Kritische Worte fand Vorstandschef Carsten Wentzien für die allgemeine Lage der Landwirtschaft „Die derzeitige Situation lässt sich als Katerstimmung nach einer guten Party beschreiben“, so Wentzien. Zu schaffen mache den Landwirten demnach vor allem politischer Druck, ein schärferes Baurecht und der Tierschutz. Doch hätten auch die Betriebe selbst zur Katerstimmung beigetragen. Der Verfall von Getreide- und Fleischpreisen sei zum Beispiel schon lange absehbar gewesen. Mit Blick auf das angeschlagene Öffentlichkeitsbild der Landwirtschaft forderte der Vorsitzende, endlich mit den Ängsten aufräumen zu müssen. Wentzien: „Die Nostalgie muss raus aus den Köpfen der Verbraucher und die Begeisterung für moderne Landtechnik rein.“