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"Gemeinsam um Flüchtlinge kümmern!": Infoabende zu neuen Asylbewerber-Unterkünften in Samtgemeinde Salzhausen starteten in Eyendorf

Beim Infoabend (v. li.): Reiner Kaminski und Wolfgang Krause referierten vor Zuhörern aus Eyendorf und Umgebung
ce. Eyendorf. "Wir sind ein Dorf mit 1.200 Einwohnern. Gemeinsam sollten wir in der Lage sein, uns gut um Asylbewerber hier im Ort zu kümmern." Das betonte eine Zuschauerin jetzt in Eyendorf beim ersten Infoabend zu den neuen Flüchtlingsunterkünften in der Samtgemeinde Salzhausen. Die Aussage der Frau spiegelte gleichzeitig die grundsätzlich positive Einstellung der zahlreich erschienenen Eyendorfer zu den erwarteten Neubürgern wider. Zur Infoveranstaltung eingeladen hatten die Samtgemeinde, vertreten durch Verwaltungschef Wolfgang Krause, und der Landkreis Harburg, dessen Fachbereichsleiter für Soziales, Reiner Kaminski, erschienen war. Als Referent außerdem dabei: Uwe Haensch, Leiter des auch für Salzhausen zuständigen Polizeikommissariates Winsen.
Wie berichtet, sollen in Eyendorf und Gödenstorf Wohncontainer-Unterkünfte für jeweils etwa 30 sowie an der Ortsgrenze Garstedt/Wulfsen ein Quartier für 60 Flüchtlinge gebaut werden. Die Bauarbeiten sind ausgeschrieben, in gut drei Monaten könnten die Domizile bezugsfertig sein. Die Bewohner werden von Heimleitungen und Sozialarbeitern betreut.
"Alle Einheimischen sollten in den Dörfern mithelfen, die Asylsuchenden willkommen zu heißen, indem sie sie im Alltag wie auch bei der Freizeitgestaltung etwa in Sportvereinen unterstützen", appellierte Reiner Kaminski. Bei Verständigungsproblemen könne Salem Haddudah-Schwenk herangezogen werden, der sich als hauptamtlicher Betreuer um die derzeit insgesamt 110 Flüchtlinge in der Samtgemeinde kümmert.
"Streitereien zwischen den verschiedenen Kulturen, die in den Unterkünften zuweilen aufeinanderprallen, beschäftigen uns mehr als kriminelle Delikte", erklärte Polizist Uwe Haensch zur Sicherheitsfrage. "Die Einbrüche in der Region werden vorwiegend von dafür 'anreisenden' organisierten Banden begangen und nicht von Asylbewerbern oder anderen Menschen, die hier wohnen", wusste Wolfgang Krause zu berichten.
Unter den Besuchern der Veranstaltung war auch Gödenstorfs Bürgermeister Eckhard Schröder. "Ich setze mich dafür ein, dass auch unsere Gemeinde in der Solidargemeinschaft der Samtgemeinde ihren Anteil leistet, den Flüchtlingen zu helfen", erklärte er gegenüber dem WOCHENBLATT.
- Die nächsten Infoabende zu den Flüchtlingsunterkünften finden am Dienstag, 24. Februar, um 18.30 Uhr im Wulfsener Gasthof Große und am Mittwoch, 25. Februar, um 19 Uhr im Gödenstorfer Gasthof Isernhagen statt. Interessierte, die sich ehrenamtlich für Asylbewerber engagieren möchten, wenden sich bei der Samtgemeinde an Hermann Pott (Tel. 04172 - 909910) oder Ute Peters (Tel. 04172 - 909946).