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Überlebensgroße Engelsfigur aus Eiche steht jetzt vor Salzhäuser Friedhofskapelle

Freuen sich über das Engel-Kunstwerk (v. li.): Malene Schröder, Manuela Klindworth, Michael Knüdel und Katharina Albers
ce. Salzhausen. Er hält seine Hände zum Gebet gefaltet, ist gut vier Meter hoch und nicht nur deswegen ein herausragender Blickfang: der Engel aus Eichenholz, der seit Samstagnachmittag die Besucher der Salzhäuser Friedhofskapelle vor dem Eingang "empfängt". Geschaffen wurde das Kunstwerk innerhalb von nur knapp zweieinhalb Tagen von dem bekannten Kettensägenkünstler Michael Knüdel aus Bispingen (das WOCHENBLATT berichtete).
"Ich freue mich riesig und bin so erleichtert, dass es geschafft ist", sagte Malene Schröder, Vorstandsvorsitzende der Salzhäuser St. Johannis-Kirchengemeinde, nach der erfolgreichen Aufstellung des Götterboten vor der Kapelle. Sie sprach damit auch ihrer Vorstandskollegin Katharina Albers, Michael Knüdel und Manuela Klindworth, von der der Entwurf für den Engel stammte, aus dem Herzen.
Zahlreiche Zuschauer hatten zuvor gespannt verfolgt, wie Knüdel auf dem Friedhofsparkplatz aus dem Eichenstamm mit einer 15 Kilogramm schweren Kettensäge, enormem Fingerspitzengefühl und Augenmaß den Engel herausarbeitete. Danach wurde die gut drei Tonnen schwere Figur auf einen von Heinrich Voigts aus Lübberstedt zur Verfügung gestellten Lkw geladen und vor die Kapelle gefahren. "Der Engel war auf dem Lkw angeschnallt, schwankte manchmal aber leicht. Da hatte ich einen Puls von 250", sagte Malene Schröder.
"Die Dimension der Arbeit war schon gewaltig", räumte auch Künstler Michael Knüdel ein. Auf den schon am Samstag aber der nächste Auftrag wartete: In Hannover sollte er einen 80 Zentimeter großen Bären sägen.
Die letzten Feinarbeiten am Salzhäuser "Engel der Zuwendung" - wie Manuela Klindworth ihn genannt hat - will Knüdel in diesen Tagen erledigen. Dann soll auf das Gewand der Figur auch ein kleiner Baum geschnitzt werden, der das nach dem Tod bei Gott in der Ewigkeit beginnende "neue Leben" symbolisiert.
"Die gesamte Engel-Aktion wird durch Spenden finanziert, nicht aus Friedhofsgebühren", stellte Malene Schröder noch einmal klar.