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Ein turbulentes Leben: Manfred Kuhms Vita bietet genug Stoff für eine ganze Soap-Opera

Manfred Kuhm hat seinen Optimismus trotz mancher Rückschläge nicht verloren
kb. Seevetal. Hollywood, London, Philippinen und jetzt eben Hittfeld: Manfred Kuhm hat im Ausland gelebt und die halbe Welt bereist, besaß teure Immobilien und hatte schöne Frauen, übte zig Jobs aus und verdiente viel Geld, bis er von Geschäftspartnern übers Ohr gehauen wurde und nichts mehr vom Vermögen blieb. Nach einem turbulenten Leben, in dem der Champagner zeitweise nur so floss, lebt der 66-Jährige nun von einer kleinen Rente. Für ihn zwar nicht optimal, aber auch kein Grund Trübsal zu blasen. "Ich bin grundsätzlich optimistisch", sagt er.
Geboren in Hamburg zog Manfred Kuhm als Kind mit seinen Eltern in den Landkreis Harburg. Schon mit 19 Jahren machte er sich selbstständig, arbeitete wie sein Vater in der Immobilienbranche. Mit 27 Jahren baute er sich sein erstes Haus. "Das war fast schon ein kleiner Palast", erzählt er. Für Kuhm eine wunderbare, sorglose Zeit. Zwischendurch lebte er immer mal wieder auf den Philippen, von dort stammte auch seine erste Frau.
Mitte der 1970er Jahre zog es Kuhm in die USA. Ein befreundeter Autor hatte ein Buch geschrieben, an dem sich der geschäftstüchtige Abenteurer die Filmrechte sicherte. "Das war ein spannender Thriller über einen Flugzeugangriff auf New York, der quasi die Ereignisse des 11. September vorwegnahm", erzählt Kuhm. Mit der Einladung einer Produktionsfirma in der Tasche residierte Kuhm zunächst im berühmten Regent Beverly Wilshire Hotel bekannt aus "Pretty Woman". "Aber das wurde auf Dauer einfach zu teuer", schmunzelt Kuhm. Doch aus dem Film wurde nichts. "Als ich zu meinem Termin erschien, teilte man mir mit, dass meine Ansprechpartnerin bei der Produktionsfirma dort nicht mehr arbeitet", erinnert sich Kuhm. Auch weitere Versuche, den Stoff an den Mann zu bringen blieben erfolglos. Immerhin lernte Kuhm Clint Eastwood kennen. Und hatte auch sonst eine spannende Zeit. "Schöne Frauen, Champagnerpartys - das war schon toll", schwärmt Kuhm.
In den 1990ern lebte Kuhm, der zwischendurch u.a. erfolgreich als Anzeigenberater bei einer Zeitung in Hannover gearbeitet hatte, einige Jahre im englischen Luton in der Nähe von London, wo er im Service für einen Fahrzeugtechniker tätig war. Für ein Job-Angebot in Deutschland verließ er England wieder. Ein Fehler. "Man hatte mir Dinge versprochen, die nicht eingehalten wurden", so Kuhm. Auch sein Vermögen war inzwischen futsch, ein Geschäftspartner hatte Kuhm betrogen.
Aktuell lebt Kuhm deshalb von einer kleinen Rente. Nur zu einem seiner Kinder, die auf der ganzen Welt verstreut leben, hat Kuhm engen Kontakt. Bereut er etwas? "Vielleicht, dass ich damals meinen gut bezahlten Job bei der Zeitung aufgegeben und dass ich meine Kinder nicht öfter besucht habe, als ich noch die Möglichkeit dazu hatte." Seine Erinnerungen und Erlebnisse hat Kuhm in zwei Büchern - eines für Erwachsene, eines für Kinder - festgehalten. Er verlegt die Gedicht- und Geschichtensammlung auf Anfrage selbst. Und Kuhm würde gerne wieder arbeiten. "Ich bin vielleicht auf dem Papier schon alt, aber nicht im Kopf", sagt Kuhm.
• Wer Interesse an Manfred Kuhms Büchern oder einer Lesung des Hobby-Autoren hat, wendet sich an Tel. 0157 - 55557307.