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Mühlenvereinigigung begeht 60-jähriges Jubiläum

Die Versammlung zum Jubiläum fand in Karoxbostel statt (Foto: Carsten Lucht)
kb. Seevetal. Ihr 60-jähriges Jubiläum feierte jetzt die Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen bei ihrer Mitgliederversammlung in der Wassermühle Karoxbostel in Seevetal. "Wir haben uns Karoxbostel bewusst ausgewählt. Hier haben über 1.000 Mitglieder in nur fünf Jahren eine Sanierungsleistung erbracht, die in unserem Landesverband, möglicherweise in ganz Deutschland, einmalig ist", so der Vorsitzende Rüdiger Heßling. Den Festvortrag zum Jubiläum hielt Dr. Klaus Püttmann vom Landesamt für Denkmalpflege in Lüneburg.
Gegründet 1957 war der Landesmühlenverein in den ersten 30 Jahren seines Bestehens ein Beratungsorgan für die Landesdenkmalpfleger in Niedersachsen. Der Vorstand hatte die Aufgabe zu begründen, welche Mühlen mit welchen staatlichen Mitteln vor dem Verfall gerettet werden sollen. Ab Mitte 1986 wurde der Landesverband ein selbstständig agierender Verein, der sich um den Erhalt und die Förderung möglichst vieler historische Mühlen kümmert.
Ebenfalls vor 30 Jahren begannen die Ausbildungen zum "Freiwilligen Müller", die die fachgerechte Betreuung der historischen Mühlen in ihrem Umfeld übernehmen. So wurden im vergangenen Jahr zwölf Frauen und Männer an der Wassermühle Karoxbostel zu "Freiwilligen Müllern" ausgebildet. Seit 1988 findet der Niedersächsische Mühlentag statt, Vorbild für den Deutschen Mühlentag, der seit 1994 durchgeführt wird. Seit 34 Jahren erscheint zudem halbjährlich die Zeitschrift "Der Mühlstein".
Thema auf der Versammlung war auch die sogenannte Drehprämie. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder dafür aus, dass aktive Mühlenvereine für ihre Aktivitäten bei Veranstaltungen oder Projekten mit Kindern und Erwachsenen als kleine Aufwandsentschädigung und Anerkennung 250 Euro im Jahr erhalten.