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Polizei fahndet mit Phantombildern nach Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben

So soll der Täter in Rosengarten ausgesehen haben (Foto: Polizei)
(bim). Bei einer Vielzahl von Anrufen, insbesondere bei älteren Menschen, hatten sich Betrüger in den vergangenen Wochen auch im Landkreis Harburg als Polizeibeamte ausgegeben und mit abenteuerlichen Geschichten versucht, die Vermögensverhältnisse der Angerufenen herauszubekommen und sie zur Übergabe von Gold, Schmuck oder hohen Bargeldbeträgen zu bewegen. Da das Phänomen in jüngster Zeit sehr stark in den Medien thematisiert wurde, fielen die meisten Anrufer nicht auf die Betrugsversuche herein. Wie berichtet, war es den Tätern allerdings in drei Fällen in Tostedt, Rosengarten und Buchholz gelungen, Senioren zwischen 60 und Anfang 90 Jahren um Geld und Wertgegenstände im Gesamtwert von 240.000 Euro zu bringen.
Zwei der Geschädigten konnten im Rahmen ihrer Befragung eine gute Beschreibung der Geldabholer liefern. Mithilfe ihrer Aussagen wurden zwei Phantomzeichnungen erstellt, mit denen die Polizei nun öffentlich nach den Tätern fahndet.

Täter 1 war am 19. September im Raum Rosengarten aktiv. Er wird wie folgt beschrieben: männlich, ca. 20 bis 30 Jahre alt, ca. 175 cm groß, schlanke Statur, hatte jugendliche Gesichtszüge, dunkle, kurze Haare, sprach leise und akzentfrei Deutsch.

Täter 2 wurde am 21. September in Tostedt beobachtet. Er wird wie folgt beschrieben: männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 170 cm groß, kräftige, kompakte Statur, wirkte ungepflegt und unruhig, dunkle, kurze Haare, trug einen Schnauzbart, sprach Deutsch mit leichtem Akzent.
Hinweise zu den abgebildeten Personen nimmt der Zentrale Kriminaldienst in Buchholz unter Tel. 04181-2850 entgegen.

Die Polizei empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern, die einen verdächtigen Anruf erhalten:
  • Lassen Sie sich den Namen der Person nennen, legen Sie auf und rufen Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle, im Zweifelsfall auch über die Tel. 110 an.
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
  • Übergeben sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei,Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Anzeige.
  • Sprechen Sie mit Bekannten und Verwandten, gerade älteren Mitmenschen, um sie über dieses Phänomen aufzuklären und verhindern Sie so weitere Taten.