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Engagement gewürdigt: Gemeinde Hollenstedt zeichnete Tombola-Organisationsteam mit dem Bürgerpreis aus

Bürgermeister Jürgen Böhme (li.) mit den Ausgezeichneten des Bürgerpreises (v. li.): Sigrid und Rudolf Meyer, Eva-Maria Böhme, Petra Wiechern und Gudrun Bosserhoff
bim. Hollenstedt. „Achtung verdient, wer erfüllt, was er vermag“ - mit diesem Zitat des griechischen Dichters Sophokles leitete Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme die Verleihung des mit 300 Euro dotierten Umwelt- und Bürgerpreises der Gemeinde ein, zu der er im Küsterhaus zahlreiche Vertreter von Vereinen, Ratsmitglieder und ehemalige Preisträger begrüßte. Da ehrenamtliches Engagement unverzichtbar ist, ehrt die Gemeinde seit 17 Jahren Männer und Frauen, die sich für das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Diesmal das Organisationsteam der Tombola des Hollenstedter Herbstmarktes.
„Es ist uns ein großes Anliegen, denen Danke zu sagen, die unser Leben so selbstverständlich bereichern, und ihren Einsatz anzuerkennen“, so Jürgen Böhme. Oftmals finde ehrenamtliches Engagement im Stillen und Verborgenen statt, weil die Ehrenamtlichen bescheiden seien, sagte Böhme. Wie jede Medaille habe auch das Ehrenamt zwei Seiten - die der Verpflichtung und die der Erfüllung. „Ehrenamt verbindet Menschen und vermittelt ein Zusammengehörigkeitsgefühl derer, die gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten.“
Die aktuellen Preisträger, das Tombola-Organisationsteam, hätten den Hollenstedter Herbstmarkt verändert. „Als 1978 das Interesse an dem Fest abnahm, hatte das damalige Ratsmitglied Rudolf Meyer die Idee zur Tombola“, berichtete Jürgen Böhme. Gleich bei der ersten Auflage seien 7.000 Lose verkauft worden. Der erste Hauptgewinn sei eine Reise nach Mallorca gewesen, doch der damalige Preisträger, ein Landwirt, habe sich strikt geweigert, diese anzutreten, erzählte der Bürgermeister zum Amüsement der Gäste im Küsterhaus. Daher sei der Preis dann in 1.000 D-Mark umgewandelt worden.
Rudolf Meyer und seine Frau Sigrid leiteten die Tombola über 20 Jahre lang. Seit 1998 lag die Verantwortung in Frauenhand: in den Händen von Petra Wiechern, Gudrun Bosserhoff und denen seiner Frau Eva-Maria Böhme, so Jürgen Böhme, der sich dann selbst etwas bemitleidete. Denn der Zeitaufwand mit dem Einwerben der Gewinne und dem Kontaktieren von 150 bis 200 möglichen Preisstiftern sei nicht zu unterschätzen, weshalb er auch das ein oder andere Mal auf seine „Evi“ habe verzichten müssen. „Ihr habt den Preis wirklich verdient“, sagte Jürgen Böhme, bevor er Urkunden, Blumen und das Preisgeld aushändigte.
Das Organisationsteam hat seine langjährige Tätigkeit zum letztjährigen Herbstmarkt allerdings aufgegeben. Und bislang hätten sich keine Nachfolger gefunden, bedauerte Jürgen Böhme.