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Gefährliche Kreuzung in Kakenstorf: Wohl vorerst keine Aussicht auf Kreisel oder Abbiegespur

Statt die Kreuzung zu entschärfen, wurde die Rechtsabbiegespur gesperrt
bim. Kakenstorf. Seit Jahren beklagen Eltern und Leitung der Rudolf-Steiner-Schule Nordheide in Kakenstorf die unhaltbare Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Lange Straße (K45)/B75, hinter der unmittelbar die Zufahrt zur Schule liegt. Bei hohem Verkehrsaufkommen spielen sich dort täglich haarsträubende Situationen ab. Und obwohl viele Eltern um das Wohl ihrer Kinder fürchten und es dort regelmäßig zu Unfällen kommt, tut sich nichts. Der CDU-Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke macht nun erneut Druck, die bereits vor zwei Jahren während eines Ortstermins vorgeschlagenen Verbesserungen zur Entschärfung der Verkehrssituation umzusetzen.
Trotz des Ortstermins mit allen Beteiligten von Straßenbaulastträger, Verkehrsbehörden, Polizei, Gemeinde und Samtgemeinde ist die Situation an der Kreuzung nach wie vor gefährlich.
Um Abhilfe zu schaffen, wird seit Jahren nur Minimalaufwand betrieben, damit bloß kein Geld in die Hand genommen werden muss. Da wurden Schilder mit Hinweis auf Schulkinder bzw. mit Hinweis auf die auf der K45 geltenden 50 km/h aufgestellt, Parkverbotslinien und geänderte Fahrbahnmarkierungen aufgemalt. Seit April wurde zudem die Rechtsabbiegespur aus Richtung Tostedt mit Baken abgesperrt, um den Verkehr auf der B75 zumindest aus einer Richtung zu verlangsamen.
Doch der „große Wurf“ bleibt aus. Für Eltern und Schulleitung steht außer Frage: Nur eine Linksabbiegespur aus Richtung Trelde oder ein Kreisverkehr können wirklich zu mehr Sicherheit im Kreuzungsbereich beitragen. Doch das lehnt die zuständige Straßenbaubehörde ab.

Laut Polizei gilt die Kreuzung nicht als Unfallschwerpunkt. Eine Fußgängerbedarfsampel gibt es bereits in Höhe des Abzweigs auf der B75. Die wird aber teilweise von den Verkehrsteilnehmern nicht wahrgenommen, weil sie in einem „Baumtunnel“ liegt. Hier soll die Umrüstung auf besser erkennbare LED-Technik für Abhilfe sorgen.
„Wir als Gemeinde haben geprüft, ob wir den Kreuzungsbereich ausleuchten, den Gedanken dann aber wieder verworfen, weil es zu jeder Tageszeit zu Unfällen kommen kann, unabhängig von den Lichtverhältnissen“, sagt Bürgermeister Heiko Knüppel.
Die im Rahmen eines einjährigen Verkehrsversuchs im April aufgebauten Baken auf der Rechtsabbiegespur hätten zumindest den Effekt, dass die Rechtsabbieger die Kurve nun langsamer nehmen und auch die Geschwindigkeit des Verkehrs auf der B75 reduziert werde, berichtet Heiko Knüppel.
„Einzig effektive Maßnahme wäre ein Kreisverkehr, mindestens aber eine Linksabbiegespur“, so Knüppel. Das sehen auch die Eltern und die Schulleitung der Rudolf-Steiner-Schule so.
Annette Padberg von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, sagt dazu auf WOCHENBLATT-Nachfrage: „Sollte sich im nächsten Frühjahr zeigen, dass die getroffenen Maßnahmen nicht wirksam sind, so werden wir gemeinsam mit den Beteiligten über weitere Veränderungen beraten.“ Bisher seien der Umbau des Knotenpunktes mit Abbiegespuren und eine Vollsignal-Ampel nicht weiter verfolgt worden, da hierfür Grunderwerb und ein Planfeststellungsverfahren erforderlich wären. Auch ein Tempolimit im Bereich des Knotenpunktes wurde beim Ortstermin in die Überlegungen einbezogen. „Die Lage des Bereiches außerhalb der Ortsdurchfahrt und die vorhandene Streckencharakteristik sprechen jedoch gegen eine Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit von bislang 70 km/h auf 50 km/h“, so Annette Padberg weiter. Im Bereich der Kreuzung B75/Am Baggersee, wo 50 km/h gelten, und am Abzweig von der B75 ins erweiterte Gewerbegebiet Harburger Straße, wo es eine Linksabbiegespur und eine Ampel gibt, sei die Situation aufgrund der Nähe zu bebautem Gebiet und der damit verbundenen Streckencharakteristik anders gelagert.