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Grundschule Otter: Kinder fit machen in neuen Technologien

Lehrerin Daniela Kuhlmann mit einem "Calliope mini", mit dem Kinder spielerisch und kreativ die Welt der Computer kennenlernen (Foto: bim)
bim. Otter. Ganz motiviert setzen sich die Drittklässler der "Zebraklasse" der Grundschule Otter in ihrem Sachunterricht zu zweit oder zu dritt um ein Laptop und packen ihre "Calliope mini", programmierbare Minicomputer, aus. Wie selbstverständlich schalten sie die kleinen Computer ein und beginnen zu arbeiten. Die Grundschule ist eine von 30 Grundschulen in ganz Niedersachsen, die zwei Schuljahre lang an dem Pilotprojekt "Informatische Bildung und Technik" des niedersächsischen Kultusministeriums und des niedersächsischen Landesinstituts für Qualitätsentwicklung teilnimmt.
Schritt für Schritt werden die Mädchen und Jungen so spielerisch und experimentell an die Funktions- und Wirkungsweise von digitalen Medien und Informatiksystemen herangeführt. "Ziel ist es, herauszufinden, welche Themen im Bereich Informatik oder Programmieren für die Grundschule geeignet sind und wie sie in den Unterricht integriert werden können", erklärt Lehrerin Daniela Kuhlmann. "Die Kinder wachsen in einer digitalen Welt auf. Sie bekommen nun die Möglichkeit, die Funktionsweise - auch kritisch - zu hinterfragen."
Die Grundschüler durchlaufen sechs Module. Bei dem ersten haben sie grundlegende Dinge wie das Erstellen eines Passwortes erlernt oder wie Programmieren funktionert. Das erfolgte mittels einem vorgegebenen Baukastensystem, das auf eine Platine - den "Calliope mini" - übertragen wird. Dazu gehörte zum Beispiel, dem Minicomputer aufzugeben, dass er Musik machen, einen Namen sagen oder eine bestimmte Lichtfolge anzeigen soll. "Die erste Überraschung war für die Kinder, dass der Computer immer nur einen Befehl ausführen kann, wird ein neuer programmiert, ist das Vorherige weg. Also müssen sie dem Computer entsprechend viele Bausteine schicken. Der Befehl muss präzise und in der richtigen Reihenfolge formuliert sein und ein klares Ende haben", erläutert Daniela Kuhlmann das Prinzip.
Weiterhin erfuhren die Kinder, wie das Internet funktioniert.
"Das ist ein tolles Medienkonzept. Die Samtgemeinde Tostedt wird uns finanziell unterstützen bei der Ausstattung", sagt Schulleiterin Anke Gühne. So seien für die Medienbildung u.a. ein stabiles WLAN und interaktive Smartboards sowie mit Blick auf die neue EU-Datenschutzgrundverordnung ein spezieller Schulserver erforderlich.
Aber die Drittklässler werden in ihrer Grundschule nicht nur an neue Technologien herangeführt. Alle rund 80 Grundschüler sind vor Unterrichtsbeginn zum Frühsport in Form von leichten Achtsamkeitsübungen eingeladen. "Die Kinder sollen ankommen im Tag und fühlen, 'schön, dass Du da bist'", erläutert Anke Gühne. "Wir machen auch bei anstehenden Mathearbeiten keine Ausnahmen. Denn Bewegung ist förderlich fürs Denken."