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Mit Baseball zum (schulischen) Erfolg

Lehrer Sebastian Tietzel (re.) mit den Baseballspielern John Soldinger (li.) und Jason Mahood (Foto: oh)
bim. Hollenstedt. Mit Baseball lassen sich die Englischkenntnisse von Schülern verbessern. Außerdem können auch manche sportlich schwächere Jugendliche mit Fang- und Pitchtechniken punkten - das ist die Erfahrung von Sebastian Tietzel (39), der an der Hollenstedter Estetalschule Sport, Deutsch und Religion unterrichtet. Er ist selbst begeisterter Baseballspieler und pflegt eine Partnerschaft mit den Dohren Wild Farmers. Drei der Spieler, darunter zwei aus den USA, trainierten kürzlich mit dem Wahlpflichtkurs der siebten Klassen. Und die Acht- und Neuntklässler hatten jetzt Gelegenheit, die amerikanischen Spieler auf Englisch interviewen.
"Die Wild Farmers holen sich jedes Jahr zwei Spieler aus den USA für ein halbes Jahr nach Dohren, die dann die Jugendmannschaften trainieren", weiß Sebastian Tietzel.
Er bot bereits als Lehramtsanwärter an der Buchholzer Heideschule Baseballtraining für Grundschüler an und richtete eine Baseball-AG für die Hauptschüler ein. 2010 spielten die Jugendlichen auf eigenen Wunsch gegen die Wild Farmers, deren Junioren damals Deutsche Meister waren. So kam der Kontakt zustande.
Seine Baseballbegeisterung brachte Tietzel mit an die Estetalschule, an der es jetzt eine Baseball-AG und einen entsprechenden Wahlpflichtkurs gibt.
Die beiden amerikanischen Spieler Jason Mahood (22) und John Soldinger (23), die derzeit in der Baseball-Bundesliga spielen, seien im Umgang mit den deutschen Jugendlichen sehr offen und geduldig. "Es ist erstaunlich, dass die schwächsten Englisch-Schüler am offensten damit umgehen. Sie kennen natürlich nicht jede englische Vokabel, aber es geht ja auch nicht darum, alles zu verstehen, sondern das, worum es geht", sagt Tietzel.
"Und ein großer Vorteil beim Baseball ist, dass alle auf dem gleichen Niveau anfangen. Im Gegensatz zu Fuß- oder Handball, wo einige Schüler schon Vorerfahrungen haben", sagt Tietzel. Er ist nun ganz gespannt und freut sich darauf, wie sich die Jugendlichen in den Interviews "schlagen".