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Polizei sieht keinen Unfallschwerpunkt / Landtagsabgeordneter fordert, Verkehrssituation auf der B75 zügig zu bearbeiten

Anke Tödter (li.), Schulsekretärin der Rudolf-Steiner-Schule, und die besorgte Mutter Barbara Schmitz fordern eine Linksabbiegespur
bim. Kakenstorf. Schlechte Neuigkeiten für die Eltern und Lehrer der Rudolf-Steiner-Schule Nordheide in Kakenstorf: Im Bereich der Einmündung von der B75 auf die Lange Straße (K45) in Kakenstorf sieht die Polizei keinen Unfallschwerpunkt. Wie berichtet war dort kürzlich ein Lkw auf einen Bus aufgefahren, der aus Richtung Trelde kommend dort abbiegen wollte. Auch in den Jahren zuvor war es zu ähnlichen Unfällen gekommen.
Eine Unfallhäufungsstelle liegt laut Polizei vor, wenn sich:
• innerhalb eines Jahres fünf Verkehrsunfälle gleicher Art oder
• innerhalb von drei Jahren fünf Verkehrsunfälle mit Personenschäden oder
• innerhalb von drei Jahren drei Verkehrsunfälle mit schwerem Personenschaden ereignen. „Das ist für den genannten Bereich nicht der Fall“, so Polizeisprecher Jan Krüger. „In den Jahren 2011 und 2012 haben wir dort neun Unfälle verschiedener Art registriert. Alle blieben ohne Verletzte. In 2013 gab es drei Unfälle, davon zwei mit Verletzten.“ Der Unfall zwischen Lkw und Bus sei der erste in diesem Jahr.
Die Entscheidung, eine Linksabbiegespur einzurichten, treffe grundsätzlich der Straßenbaulastträger, in diesem Fall die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Aufgrund der genannten Fakten besteht hierfür aus Sicht der Polizei jedoch kein dringender Handlungsbedarf“, so Krüger.

Unterstützung bekommen Eltern und Lehrer der Waldorfschule nun aber vom CDU-Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke, der sich nach der WOCHENBLATT-Berichterstattung in die Diskussion eingeschaltet hat.
"Die B75 ist trotz Ausbaus der A1 weiterhin eine stark frequentierte Bundesstraße, und das nicht nur von Pkw, sondern auch von Schwerlastverkehr. Lehrer und Eltern erkennen an dieser Kreuzung ein zunehmend gestiegenes Verkehrsaufkommen", so Schönecke.
Beim Anschluss des Gewerbegebietes und des Baggersees in Todtgüsingen hätten die Verkehrsbehörden diesen Umstand berücksichtigt, indem dort Ampeln, Linksabbiegespuren und Geschwindigkeitsbegrenzungen die Verkehrssituation entschärfen.
"Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass auch das Linksabbiegen in die K45 ohne Geschwindigkeitsbegrenzung und Abbiegespur ein Unfallschwerpunkt bleiben wird", erklärt Schönecke. „Ich habe die Unfallkommission, bestehend aus Polizei und Verkehrsbehörden sowie die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr angeschrieben und gebeten, diesen Fall erneut zu prüfen. Die Schwere und Vielzahl der Unfälle spricht für ein beschleunigtes Handeln“, so Schönecke.
Erste Maßnahmen wie z.B. eine Geschwindigkeitsbeschränkung könnten frühzeitig umgesetzt werden.

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