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Verkehrschaos am Kompostplatz in Todtglüsingen

So entspannt wie diesen Samstag geht es nicht immer zu. Bei regem Andrang am Kompostplatz kommt es regelmäßig zu Rückstaus
 
Marco Owczarek ärgert sich über die zu kurzen Öffnungszeiten des Kompostplatzes in Todtglüsingen
bim. Todtglüsingen. „Wann ändert sich endlich das allwöchentliche Verkehrschaos am Kompostplatz in Todtglüsingen?“, fragt Marco Owczarek entnervt. „Die Zufahrt, gerade von der Harburger Straße aus, ist für die Autofahrer, die zur B75 wollen, und für diejenigen, die die Anlage nutzen möchten, unerträglich geworden“, berichtet der Todtglüsinger. Seiner Meinung nach könnte das Verkehrschaos durch Abbiegespuren minimiert werden. Oder aber durch längere Öffnungszeiten am Samstag im Frühjahr und Herbst.
Der Kompostplatz in Todtglüsingen ist dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, samstags von 8 bis 13 bzw. 12 Uhr geöffnet. Für die meisten Berufstätigen sind die Termine in der Woche nicht einzuhalten. Außerdem würden die Grünabfälle eben samstags anfallen, wenn die meisten Leute Zeit haben, im Garten zu arbeiten.
„Bei Rückstaus fahren manche Anwohner schon den Umweg durch das Gewerbegebiet, um zur B75 Richtung Buchholz zu kommen“, sagt Marco Owczarek.
Am Samstag der Vorwoche habe sich der Verkehr sowohl an der Harburger Straße als auch auf der B75 gestaut. „Die Wartezeit, um auf den Platz zu kommen, betrug teilweise bis zu 20 Minuten“, so Owczarek. Um punkt 13 Uhr hätten die Mitarbeiter die Tore zum Kompostplatz geschlossen, obwohl in beiden Richtungen noch jeweils eine rund 150-Meter-Schlange gewesen sei mit Gartenbesitzern, die ihre Grünabfälle abgeben wollten. „Die wurden abgewiesen.“ Er hat außerdem die Befürchtung, dass manch Abgewiesener dann seine Gartenabfälle einfach in den Wald kippt, wo sie nicht hingehören.
Denkbar wären laut Marco Owczarek eine Linksabbiegespur aus Richtung B75 oder eine Rechtsabbiegespur aus Richtung Harburger Straße.
Auch in der Tostedter Verwaltung ist das wöchentliche Stau-Problem bekannt. „Teilweise war die Straße so dicht, dass Busse nicht durchkamen und Anschlussverbindungen nicht erreicht wurden“, sagt Tostedts Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam. Insbesondere bei Rückstaus auf die B75 würden sich gefährliche Situationen ergeben - mit waghalsigen Überholmanövern oder Autofahrern, die auf den Radweg auf der Harburger Straße ausweichen, um den Stau zu umfahren.
Eine Linksabbiegespur aus Richtung B75 mache aber keinen Sinn. „Dann würde sich der Verkehr auf der Abbiegespur und weiter auf der B75 stauen“, erläutert Dörsam. Eine Rechtsabbiegespur, über die letztlich die Politik entscheide, sei sicherlich sehr kostenintensiv, da Grunderwerb getätigt werden müsse.
Wegen der Verkehrsgefährdung durch den Rückstau auf der B75 werde jetzt in der Verwaltung ernsthaft geprüft, das Linksabbiegen auf den Kompostplatz zu verbieten. „Wir werden zudem nun einen Termin mit der zuständigen Abfallwirtschaft des Landkreises Harburg machen, um über längere Öffnungszeiten zu sprechen, und über die Möglichkeit, einen Kreisverkehr auf dem Gelände einzurichten“, kündigt Peter Dörsam an.

Das sagt der Landkreis

Laut Frank Sameluck, Betriebsleiter Abfallwirtschaft beim Landkreis, sind auf dem Kompostplatz Todtglüsingen zwei bis drei Mitarbeiter im Einsatz. Auf die Frage, warum die Samstagsöffnungszeiten nicht verlängert werden, erklärte er: "Wir hatten vor einigen Jahren die Regelung, dass jeweils im Frühjahr und im Herbst für je sechs Wochen die Öffnungszeiten auf 15 Uhr ausgedehnt wurden. Die Regelung wurde allerdings wieder aufgegeben, weil nach 13 Uhr kaum noch Anlieferer kamen. Aufgrund dieser Erfahrungen wurde von März bis Oktober, abweichend von der Regelöffnungszeit bis 12 Uhr, bis 13 Uhr geöffnet."