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Wieviel Geld haben Landkreis und Straßenbauamt zur Verfügung?

Schlaglöcher sind häufig ein Ärgernis. Kann ein „Schlagloch-Soli“ helfen? (Foto: mum)
bim. Landkreis. In der Diskussion um den „Schlagloch-Soli“, die durch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig ausgelöst wurde, fragte das WOCHENBLATT beim Landkreis und bei der Straßenbaubehörde in Lüneburg nach: Wieviele Kilometer Straße werden von dort betreut? Und: Wieviel Geld wird für die Sanierung ausgegeben?
Der Betrieb Straßen des Landkreises Harburg ist für 425 Kilometer Kreisstraßen, 300 km Radwege, 75 Brücken und 90 Ampeln sowie Wasserdurchlässe und Regenwasserleitungen zuständig. Das 2013 verabschiedete Kreisstraßensanierungsprogramm sieht bis 2023 Investitionen in Fahrbahnerneuerungen in Höhe von 68 Millionen Euro und 16 Millionen Euro für Radwege vor.
Eine Summe zu nennen, wieviel Geld nötig wäre, wenn alles auf einmal abgearbeitet werden könnte, sei nicht seriös, so Kreissprecher Bernhard Frosdorfer. „Wir können das nicht beziffern. Jede Maßnahme muss geplant, Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur, mögliche Straßenverbreiterungen und einiges mehr berücksichtigt werden“, so Frosdorfer.
In die Zuständigkeit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Lüneburg fallen 470 km Bundesstraßen, 620 km Landesstraßen und 560 km Radwege. „Die Gelder, die jährlich zugewiesen werden für durchzuführende Maßnahmen, variieren, angepasst an die Gegebenheiten“, so Geschäftsbereichsleiter Dirk Möller. Für 2013 standen beispielsweise ca. 28 Millionen Euro für Bundesstraßen plus zwei Millionen Euro für kleinere Unterhaltungsmaßnahmen und für Landesstraßen rund sechs Millionen Euro zur Verfügung. Bei den Bundesstraßen hätten im vergangenen Jahr ausreichend Mittel bereitgestanden. Im Bereich der Landesstraßen seien mehr Mittel wünschenswert. Wieviel Geld fehlt, sei aber schwierig zu sagen, da sich auch der Straßenzustand ständig verändere.