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Bundesweites Medien-Interesse an Tostedt

Nadja Weippert (re.) im Gespräch mit Stefanie Schoeneborn vom ZDF, hier mit Kameramann Ulf Neumann und Toningenieur Alex Felchow
bim. Tostedt. Dieses Medien-Interesse hätte sich mancher Gegner des Kindertagesstätten-Baus in der Tostedter Dieckhofstraße früher gewünscht: Binnen kürzester Zeit interessierten sich jetzt die Berliner TAZ und der Fernsehsender ZDF für den Konflikt, den der umstrittene Bau im sonst beschaulichen Tostedt ausgelöst hat. Anlass ist der ab dem 1. August geltende Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz.
Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann und Nadja Weippert, die das Bürgerbegehren gegen den Standort mit initiiert hatte, wurden dazu von beiden Medien interviewt und hatten noch einmal Gelegenheit, ihre Argumente darzulegen.
Nadja Weippert machte u.a. deutlich, dass sich beim Bürgerentscheid mit 3.350 Stimmen 62,9 Prozent der Bürger der Samtgemeinde gegen den Standort im historischen Ortskern ausgesprochen hatten, der Entscheid aber am erforderlichen Quorum von 25 Prozent gescheitert sei. Sie verwies auf die Zunahme des Verkehrs, für den die Dieckhofstraße nicht ausgelegt sei. Und darauf, dass es in der Verlängerung der Alten Kleinbahn im Düvelshöpen ein 22.000 Quadratmeter großes Alternativ-Grundstück gebe, das sich im Eigentum der Samtgemeinde befindet.
Dirk Bostelmann erklärte u.a., dass der Rat mit Hinblick auf den ab 1. August gesetzlich festgeschrieben Anspruch auf einen Krippenplatz und die familienfreundliche Ausrichtung der Samtgemeinde mehrheitlich ein Ausbauprogramm beschlossen habe, von dem ein Teil der Kita-Neubau mit Krippe auf dem Schulgrundstück in der Dieckhofstraße sei. Die Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen" hat als einzige Gruppierung gegen den Beschluss gestimmt,
weil sie den Bedarf an Plätzen bestritt. Die Grünen und eine Anliegerinitiative haben sich zusammengefunden, um das Bürgerbegehren auszutragen.
Das Bürgerbegehren und der dann folgende Bürgerentscheid, der nicht für die Aufhebung des Ratsbeschlusses reichte, habe zu einer Verzögerung der Maßnahme von beinahe einem Jahr geführt.
Eventuelle Klagen bzw. Schadensersatzansprüche betroffener Eltern seien noch nicht absehbar, weil das Anmeldeverfahren noch nicht abgeschlossen sei. "Wir rechnen aber damit, dass 30 bis 50 Interessenten abgewiesen werden müssen", so Bostelmann.