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Freiwillige Parkgebühren für Tostedter Parkhaus?

Auf freiwilliger Basis Gebühren für privilegierte Parkplätze im Parkhaus am Tostedter Bahnhof zu erheben, wird derzeit diskutiert
bim. Tostedt. Wie kann die Finanzsituation der Samtgemeinde Tostedt verbessert werden? Darüber machen sich die Ratsmitglieder viele Gedanken, gerade vor dem Hintergrund großer Investitionen. Unabhängig davon hatte CDU-Ratsherr Andreas Dyck vor einigen Monaten gleich eine ganze Liste mit elf Einsparvorschlägen vorgelegt, die ihn bei vielen Bürgern unbeliebt machten und die nun nach und nach beraten werden. Bisher wurden seine Anträge von den politischen Gremien abgeschmettert. So wie z.B. eine saftige Erhöhung der Kindergartengebühren oder die Einstellung der Arbeiten zur Sanierung und Attraktivitätssteigerung am Freibad Tostedt. Auch sein Antrag, Straßenausbaubeiträge für Gemeindeverbindungsstraßen zu erheben, fand aktuell im Bauausschuss keine Zustimmung. Umso erstaunter war Andreas Dyck, dass einer seiner Vorschläge - eine freiwillige Gebührenerhebung im Parkhaus am Bahnhof - nun näher geprüft werden soll.
Derzeit stehen den Pendlern in Tostedt insgesamt 700 kostenfreie Parkplätze auf den P+R-Anlagen Am Bahnhof (128) und in der Zinnhütte (212) sowie im Parkhaus am Bahnhof (360) zur Verfügung. Im Jahr 2014 betrugen die Unterhaltungskosten rund 37.000 Euro.
Um einen Teil dieser Ausgaben zu kompensieren, kann Andreas Dyck sich vorstellen, 50 bis 100 privilegierte Parkplätze auszuweisen und auf freiwilliger Basis zu vermieten - analog zu den Parkgebührenregelungen in Buchholz, Buxtehude und Neu Wulmstorf. „Für einen Stellplatz im Erdgeschoss gibt es sicherlich Pendler, die für sechs Monate 100 bzw. für zwölf Monate 150 Euro zahlen würden“, so Dyck.
Wolfgang Zahn (CDU) sprach sich dafür aus, die Reservierungspraxis ein Jahr zu testen. Auch Karl-Siegried Jobmann (CDU) kann sich mit der Idee anfreunden. Bevor man einen solchen Versuch starte, müsse man zunächst wissen, was Kontrollen kosten, meinte Reinhard Riepshoff (fraktionslos) zu möglichen „Falschparkern“. Den Aufwand der Kontrollen durch das Ordnungsamt sahen auch Nadine Prigge (Grüne) und Harald Stemmler (Wählergemeinschaft) kritisch.
Die Verwaltung soll nun eine Kosten-/Nutzenanalyse erstellen, die dann im Fachausschuss diskutiert werden soll. Über einen Flyer soll das Interesse der Pendler an reservierten Parkplätzen ermittelt werden.

Bald gib es eine Toilette

Zur Unterhaltung des Parkhauses gehört auch die regelmäßige Reinigung. Manch Pendler beklagte in jüngster Zeit Uringeruch in den Fahrstühlen. Dieses Problem könnte sich vielleicht erledigen, wenn - wie von der Samtgemeinde geplant - in diesem Jahr noch eine Toilette im Gebäude des Fahrkartenverkaufs gebaut wird, die bisher fehlt. Die Samtgemeinde habe - so erklärt Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam auf WOCHENBLATT-Nachfrage - Ende 2015 das Parkhaus-Grundstück und das Gebäude des Fahrkartenverkaufs von der Bahn, die dafür keine Verwendung mehr habe, „zu einem vernünftigen Preis“ erworben.