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Kindergartenbau Vahrendorf: Jetzt wird es doch eine Außenstelle

Viel Planungsarbeit steckt im Entwurf dieses Anbaus. Vergebens - denn jetzt entschied sich der Ausschuss doch für einen neue Außenstelle für die Kita (Foto: Landkreis Harburg)
mi. Rosengarten. Das hätte man einfacher haben können. Nach langem Hick-Hack, drei Planungen und zähen Grundstücksverhandlungen mit der Erlöser-Kirchengemeinde soll der neue Kindergarten in Vahrendorf jetzt doch wieder als Außenstelle gebaut werden. Der Anbau an die vorhandene Kita fiel im Ausschuss überraschend durch.
„Wir sind im Team überein gekommen, dass eine Außenstelle mehr Vorteile als Nachteile hat. Unser Kindergarten wäre bei einem Anbau mit sieben Gruppen einfach zu groß.“ Dieser Satz von Anke Jost, Leiterin der Kita Vahrendorf, machte in den Augen der Politik eine hartnäckig geführte Debatte und in den Augen des Landkreises unzählige Stunden Planungsarbeit obsolet.
Die Vorgeschichte: Im vergangenen Jahr entschied die Gemeinde Rosengarten, in Vahrendorf einen neuen Kindergarten mit einer Elementar- und einer Krippengruppe zu bauen. Kostenpunkt: rund 863.000 Euro. Das neue Gebäude sollte auf einem gemeindeeigenen Grundstück am Kirchweg entstehen, das derzeit noch als Parkplatz genutzt wird. Das Projekt stieß allerdings bei Eltern und auch Teilen der Politik auf Kritik. Besonders die „schlauchförmigen Außenanlagen“ und die wenigen Parkplätze waren Stein des Anstoßes. Dazu kam Kritik vom Fach - Kita-Leiterin Anke Jost sprach sich für eine Erweiterung des vorhandenen Standorts aus und die Politik ging darauf ein.
Offenbar wollte man nach der parallel betriebenen, unbeliebten Gebührenanpassung die Elternschaft nicht auch noch beim Thema Kita-Neubau vor den Kopf stoßen. Also wurde der Landkreis beauftragt, einen möglichen Anbau an das vorhandene Gebäude in der Ehestorfer Straße zu planen. Das Problem dabei: Es sollte Land von der angrenzenden Erlöser-Kirchengemeinde aufgekauft werden. Das gestaltete sich als schwierig. Als der Landkreis seine Planungen vorstellte, fiel der Anbauentwurf durch. Erst ein dritter Entwurf, bei dem der Planungsabteilung tatsächlich das Kunststück gelang, einen Anbau mit ausreichenden Außenanlagen zu entwerfen, der ohne Grundstücksankauf auskommt, gefiel. Die Kosten stiegen auf über eine Million Euro. Doch letztlich war alles für die Katz, denn aus pädagogischer Sicht konnte Anke Jost den Anbau plötzlich nicht mehr uneingeschränkt empfehlen. Ihre Skepsis wurde von Befürwortern der ursprünglichen Planung, darunter die Verwaltung, dankbar aufgegriffen - und plötzlich war der Anbau mehrheitlich vom Tisch. Mit fünf zu drei Stimmen empfahl der Ausschuss den Kindergarten auf dem Parkplatz.