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Kleiner Anbau am Kindergarten Otter soll Abläufe verbessern

Kindergartenleiterin Gabriele Schwenke (li.) und Erzieherin Sabine Hammann-Riebesehl standen dem Ausschuss für Fragen zur Verfügung
 
Der Anbau nach Variante V könnte am Gebäude rechts Richtung Parkplatz erfolgen
bim. Tostedt. Wie kann die Raumsituation im Kindergarten Otter verbessert werden? Damit befasste sich jetzt der Jugend- und Sozialausschuss der Samtgemeinde Tostedt. Gerd Gerhardt und Stefan Walnsch von der Verwaltung hatten sich darüber Gedanken gemacht und präsentierten fünf Varianten, wobei die letzte Variante mit einem Anbau auf der rechten Gebäudeseite Richtung Parkplatz auf breite Zustimmung stieß.
Die Anforderungen an eine Kindertagesstätte gesetzliche Vorgaben und Betreuungszeiten betreffend,  haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Wie berichtet, wurde der Kindergarten 1998 für zwei Gruppen (43 Plätze) gebaut und 2009 um eine Krippe für 15 Kinder erweitert. Seit 2014 wurde eine weitere Gruppe eingerichtet, sodass es inzwischen eine Halbtagsgruppe (25 Plätze), eine Inte-
grationsgruppe (18 Plätze) und eine Ganztagsgruppe (25 Plätze) gibt.
Um dem Platzbedarf Rechnung zu tragen, wurde das Obergeschoss 2014 umgebaut. Das hatte die Gemeinde Otter im Zuge des Baus 1998 für ihr Büro und einen Sitzungsraum auf eigene Kosten ausgebaut und hat dort ein langfristiges Nutzungsrecht.
Zwar sind in der Kita Otter die rein rechtlichen Standards in Bezug auf Quadratmeterzahl und Einrichtung erfüllt, aber die Raumnutzung für den Tagesablauf ist nicht mehr optimal. Unter anderem schlafen die Krippenkinder im ursprünglichen Büro der Kita-Leitung und im ehemaligen Aufenthaltsraum der Erzieher nahe Haupteingang und Treppenaufgang. Den wiederum nutzen die Kinder der Halbtagesgruppe, um zu ihren Räumen zu gelangen, was Lärm verursacht. Die Räume der Ganztagsgruppe werden für Frühstück und zum Spielen, fürs Mittagessen und für die Ruhezeit genutzt, wodurch ein Teil der Räume ständig auf- und umgeräumt werden muss.
Die vier Entwürfe von Gerd Gerhardt sahen u.a. vor, Leitungsbüro und Küche in den vorderen Gebäudeteil im Erdgeschoss einzurichten oder einen 30 Quadratmeter großen Schlafraum für die Krippenkinder im hinteren Gebäudeteil an die Krippe anzubauen und bewegten sich laut den geschätzten Kosten zwischen 105.000 (Variante I) und 625.000 Euro (Variante IV), wobei die vierte Variante mit Krippenschlaf- und Gruppenraum-Anbau aus Kostengründen gleich ausschied.
In jedem Fall soll die Ganztagesgruppe einen 13 Quadratmeter großen Rückzugsraum neben ihrem Gruppenraum für rund 38.000 Euro erhalten.
Die bevorzugte Variante V sieht einen kleinen, 17 bis 20 Quadratmeter großen Anbau Richtung Parkplatz vor. Für Kita-Leitung und Küche gebe es mit 55 bis 60 Quadratmetern dann genügend Platz, so Stefan Walnsch. Die Verlegung des Krippenschlafraums in die jetzige Küche - wie von Gerhardt vorgeschlagen - sei gut, da für die Krippenkinder dann ein abgetrennter Bereich entstehe. Geschätzte Kosten: 194.000 Euro.
Kindergartenleiterin Gabriele Schwenke und Erzieherin Sabine Hammann-Riebesehl wollen den Entwurf der Variante V noch im Kindergarten-Team besprechen. Unter Rücksprache mit der Kita soll die Verwaltung in die konkrete Planung einsteigen, so die Ausschuss-Empfehlung.