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Resofabrik soll Jugendarbeit in Tostedt übernehmen

Stellten das Konzept der Resofabrik im Fachausschuss vor: Michael Hillebrandt und Anke Nobis
bim. Tostedt. Die Aufgaben der Jugendhilfe in der Samtgemeinde Tostedt soll künftig die Reso-Fabrik übernehmen. Das hat der Jugendausschuss der Samtgemeinde Tostedt einhellig empfohlen, nachdem Geschäftsführerin Anke Nobis mit ihrem vorgestellten Konzept überzeugte.
Wie berichtet, will die Samtgemeinde die Jugendarbeit neu ausrichten und an einen Träger vergeben. In einer Fachausschuss-Sitzung im März hatten die evangelische Jugendhilfe Friedenshort sowie das Kinder- und Familienzentrum Tostedt ihre Konzepte vorgestellt. Deren christliche Ausrichtung war von einigen Ausschuss-Mitgliedern und Jugendlichen im Publikum aber skeptisch gesehen worden. Die Reso-Fabrik hatte zunächst nicht den Hut in den Ring geworfen, weil es zu dem Zeitpunkt einen Leitungswechsel gegeben habe, so Anke Nobis.
Zu den Angeboten der Reso-Fabrik, die rund 30 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten beschäftigt, gehören u.a. die offene Jugendarbeit, wie sie derzeit auch im Tostedter Jugendzentrum geleistet wird, Beteiligungsprojekte, freizeitorientierte Gruppenarbeit, außerschulische Jugendbildung und Kooperationsangebote mit Schulen.
In Tostedt wolle die Reso-Fabrik möglichst viel von dem übernehmen, was da ist, und nur so viel verändern wie nötig. Die bereits in Tostedt eingesetzten Honorarkräfte sollen weiterhin tätig sein und auch die bewährten Mitarbeiterinnen Gülges Müller und Tanja Brant mit einbezogen werden - allerdings nur noch jeweils drei Stunden pro Woche. Zunächst soll mit einem überschaubaren Team gestartet und dann geschaut werden, wo Kräfte gebraucht werden, so Anke Nobis.
Insgesamt rechnete sie an Personalkosten für zwei Sozialpädagogen, Leitung und Verwaltung, Honorare und Sachkosten mit insgesamt 180.000 Euro. Bisher investierte die Samtgemeinde jährlich 230.000 Euro in die Jugendarbeit.
Die Reso-Fabrik ist in Tostedt u.a. für ihre Präventionsarbeit seit Jahren bekannt und seit einigen Jahren u.a. auch Träger der Jugendarbeit in Salzhausen.
Vorbehalte gegen den Namen Reso-Fabrik seien unbegründet, so Anke Nobis. Der Verein sei vor rund 30 Jahren mit dem Ziel der Resozialisierung von straffälligen oder gefährdeten Jugendlichen gegründet worden, habe aber inzwischen ein breit gefächertes Angebot, wie u.a. die Jugendhilfe. Der Name Fabrik ist begründet im Hauptsitz in einer historischen Maschinenfabrik in Winsen.
Mit der Übertragung der Aufgaben der Jugendhilfe befasst sich der Samtgemeinderat am 10. Dezember.