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Aktien kaufen oder verkaufen – wann ist der richtige Zeitpunkt?

(Foto: istock.com/SusanneB)
Der Handel mit Aktien ist ein schnelllebiges Geschäft. Die Kurse können jederzeit in Echtzeit verfolgt werden und oft entscheiden Minuten, wenn nicht sogar Sekunden, über Gewinn oder Verlust.

In Zeiten von niedrigen Zinssätzen, sind Anleger stets auf der Suche nach Möglichkeiten, um ihr Kapital gewinnbringender anzulegen als es auf dem Sparbuch oder Festgeldkonto möglich ist. Viele stürzen sich recht blauäugig in den Aktienhandel und verkennen dabei die Mechanismen des Marktes.

Dieser Artikel soll ein Stück weit darüber aufklären, wie das Aktiengeschäft funktioniert. Darüber hinaus wird darauf eingegangen, wie die potentiellen Anleger den richtigen Zeitpunkt für einen Ein- oder Ausstieg finden – zum Beispiel durch die Beobachtung der Kursverläufe oder mit einem Wirtschaftskalender.

Was sind Aktien überhaupt?

Eine Aktie ist eine Beteiligung an einer Aktiengesellschaft (AG). Diese AG verfügt über ein gewisses Eigenkapital – beispielsweise 1.000.000€. In der Regel beteiligt eine einzelne Aktie den Besitzer (= „Aktionär“) an 1€ des Eigenkapitals.

Ein Blick auf die aktuellen Kurszahlen der Aktienindizes zeigt jedoch, dass Aktien üblicherweise mit einem Vielfachen dieses Wertes geführt werden. Der Grund dafür ist der einfache Marktmechanismus von Angebot und Nachfrage. Vereinfacht gesagt lässt sich festhalten, dass der Kurs einer Aktie steigt, wenn viele Anleger sich für einen Kauf interessieren und im Gegenzug wenige Aktionäre dazu bereit sind, ihre Aktie abzugeben. Im umgekehrten Fall lässt sich daraus schließen, dass der Kurs der Aktie sinken wird.

Wie können Anleger mit Aktien Geld verdienen?

Grundsätzlich gibt es zwei zentrale Einnahmepotentiale für Aktionäre: der Kursgewinn und die Dividende.

Der Kursgewinn beschreibt die Differenz zwischen dem Kaufpreis der Aktie und ihrem aktuellen Kurs. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass jede Operation am Finanzmarkt in der Regel von Gebühren begleitet ist, die an einen sogenannten Broker bezahlt werden müssen.

Unter der Dividende versteht man eine Beteiligung am Gewinn der Aktiengesellschaft. Die Ausschüttung erfolgt in der Regel einmal jährlich. Es wird dabei ein Betrag pro Aktie festgelegt, der nach der Ausbezahlung vom aktuellen Aktienkurs abgezogen wird.

Wie kann die Lage des Marktes gedeutet werden?

Es erfordert viel Erfahrung, um profitabel an den Aktienmärken handeln zu können. Natürlich kann aber auch ein Neuling einen „Glücksgriff“ landen. Um das persönliche Risiko für den Anleger zu minimieren, sollte das eigene Risiko diversifiziert werden. Damit ist gemeint, dass nicht nur auf Unternehmen gesetzt wird, die beispielsweise einer Branche angehören. Auch ein Mix an nationalen und internationalen Aktien kann dabei helfen, das eigene Portfolio ausgeglichener zu gestalten.

Zudem sollten Anleger stets die Lage der Wirtschaft im Auge behalten. Der Wirtschaftskalender kann dabei wertvolle Erkenntnisse zur konjunkturellen Situation eines Landes oder des gesamten, weltweiten Börsenmarktes liefern.

Darüber hinaus sollten Anleger vor dem Kauf einer Aktie stets die aktuelle und historische Kursentwicklung unter die Lupe nehmen. Gab es schon einmal einen großen Einbruch? Wie viel Dividende hat die Aktie zuletzt ausgeschüttet? Ist die Aktie eher auf einem Tiefflug oder erreicht sie Tag für Tag einen neuen Höchststand?

Letztlich kann niemand präzise vorhersagen, wie sich die Aktienkurse entwickelt werden. Wer sich aber intensiv mit den Märkten auseinandersetzt, wird zumindest Tendenzen erkennen und sein Handeln danach ausrichten können.