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Milde Temperaturen im Winter: Zeckensaison beginnt deutlich früher

(Foto: unsplash.com/jon-phillips)
Die Zeckensaison beginnt bei warmen Wintertagen früher. Warum und wie ein guter Zeckenschutz erfolgt, lesen Sie hier.

Milder Winter: Die Zeckensaison beginnt deutlich früher
Winter. Damit verbinden wir in Europa Eis, Glätte und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt – keinesfalls Zecken. Weil Ausnahmen jedoch die Regel bestätigen, gibt es immer wieder Jahre, in denen die Wintermonate sehr mild sind. Schnell fühlt es sich dann so an, als befände man sich im Frühling. Womöglich geht das auch den Zecken so. Denn, wenn der Winter warm ist, beginnt die Zeckensaison oft früher; ein guter Zeckenschutz ist dann beim Spaziergang im Wald gefragt. Doch warum genau verschiebt sich die Zeckensaison?

Warum die Zeckensaison schon im Winter beginnt

Zecken, die kleinen Quälgeister, verhalten sich im Winter meist auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Die winzigen Vampire gehören nicht zu den Tieren, die einen Winterschlaf halten. Dafür machen sie jedoch etwas anderes: Zecken erstarren im Winter. Sie versuchen sich so wenig, wie möglich zu bewegen, um keine unnötige Energie zu verbrauchen – in der kalten Jahreszeit kommen nur selten Tiere vorbei von denen sie Blut saugen könnten. Lieber heben sie sich ihre Kraft für die Suche nach einem Wirt auf, von dem sie an wärmeren Tagen Blut saugen können.
In warmen Wintern ändern die Blutsauger jedoch ihre Gewohnheiten, wodurch die Zeckensaison mitunter schon vor dem Frühling beginnt. Das Anti-Zecken-Spray wird viel eher als sonst in die Hand genommen, um beim Gassigehen mit dem Hund einen guten Zeckenschutz zu haben.
Nicht jeder Winter ist besonders reich an kaltem Schnee und Eis. Durchschnittliche Temperaturen von fünf bis sieben Grad Celsius können auch in Wintermonaten realistisch sein. Wenn dies der Fall ist, erwacht in den Spinnentieren der Bewegungsdrang – die Zeckensaison beginnt. Sie starten dann damit Grashalme oder Zweige zu erklimmen, um von dort aus einen Spaziergänger oder seinen Hund zu befallen.i
Wenn die Temperatur in der eigentlich kalten Jahreszeit immer wieder mehr als drei Tage hintereinander über zehn Grad Celsius erreicht, sollte immer an einen Zeckenschutz gedacht werden. Die Zeckensaison ist dann durchgängig.i Normalerweise geht die Zeckensaison in Deutschland im Übrigen von März bis September.ii

Ein guter Zeckenschutz ist in der Zeckensaison das A und O

Zecken sind für uns Menschen gefährlich, weil sie Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können. Mit Beginn der Zeckensaison – bei milden Wintern deutlich früher als sonst – ist ein guter Zeckenschutz empfehlenswert.
Eine Möglichkeit dafür bieten Anti-Zecken-Sprays. Diese werden auf die Haut gesprüht und sind damit einfach in ihrer Handhabung. Wirkstoffe wie Icaridin oder Diethyltoluamid (DEET), die in vielen Produkten enthalten sind, halten die Tiere fern; unter anderem, indem sie ihren Geruchssinn beeinträchtigen. Es ist nie ein Fehler, vor der Anwendung mit einem Arzt oder Apotheker zu sprechen und den Beipackzettel genau durchzulesen.
Spaziergänger können sich auch vor den kleinen Krabblern schützen, indem sie versuchen, nicht mit Gebüschen, Sträuchern oder hohen Grashalmen in Berührung zu kommen. Dort halten sich die Tiere nämlich besonders gerne auf.
Einen weiteren Zeckenschutz bietet in der Zeckensaison zudem auch das Tragen von heller Kleidung. Denn auf dieser lassen sich die ungebetenen Gäste schneller entdecken. Ein weiter Tipp besteht darin, sich die Hose in die Socken zu stecken. So haben es Zecken etwas schwerer an die Haut zu gelangen.
Die gründliche Inspektion des Körpers nach einem Spaziergang im Wald ist immer eine gute Idee. Auf sie sollte während der Zeckensaison geachtet werden – egal wie gut der Zeckenschutz auch umgesetzt wird. Die Kniekehlen, die Achseln, der Bereich hinter den Ohren und die Intimzone müssen unter die Lupe genommen werden. Denn Zecken halten sich gerne an diesen warmen Hautstellen auf.