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Kapitän Michael Kiselowa verlässt sein "Schulschiff"

Zum Abschied eine Urkunde vom Niedersächsischen Kultusministerium: Michael Kiselowa mit Irmhild Reimers von der Landesschulbehörde

Leiter des Roydorfer Luhe-Gymnasiums wurde in den Ruhestand verabschiedet

ce. Roydorf. ce. Roydorf. "Sie haben Freiräume geschaffen für Kreativität und waren erfüllt von ihrem Beruf und von der Liebe zu ihren Schülern." Dieses hervorragende "Zeugnis" stellte Irmhild Reimers von der Niedersächsischen Landesschulbehörde Michael Kiselowa (65) aus, als dieser jetzt nach gut 40 Jahren als Lehrer und elfeinhalb Jahren als Leiter des Roydorfer Luhe-Gymnasiums in den Ruhestand verabschiedet wurde. Kiselowa habe - so Reimers - maßgeblich dazu beigetragen, dass seine Wirkungsstätte als "Sportfreundliche Schule" ausgezeichnet worden sei demnächst als UNESCO-Projektschule anerkannt werde. "Ihre Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen", sagte Reimers und übergab an Kiselowa eine Urkunde des Kultusministeriums.
"Auf neuem Kurs" lautete das Motto der Abschiedsfeier für den scheidenden Schulleiter und passionierte Hobbysegler Michael Kiselowa. Zahlreiche Kollegen sowie Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben kamen zu der Feierstunde, die von den Schülervertretungs-Mitgliedern Jule Kleinschmidt und Immo Fellenzer moderiert wurde.
Ab 1. Februar werden die Schulgeschäfte zunächst kommissarisch von Vize-Schulleiterin Anke Ende geführt. Schon in Kürze wird voraussichtlich der zur ebenfalls zur Schulleitung gehörende Oberstufenkoordinator Michael Hagedorn (59) offiziell die Nachfolge von Kiselowa antreten.
Hervorragend gemeistert habe der abtretende Schulchef die "Sisyphos-Arbeit", die schweren "Schuljahres-Steine" immer wieder in geordneten Bahnen zu bewegen, würdigte Hagedorn das Wirken Kiselowas und gebrauchte dazu das bekannte Bild aus der griechischen Sagenwelt. Neben diesem engagierten "Anpacken" sei es für Kiselowa typisch gewesen, Schüler und Lehrer mit seiner Begeisterung für Projekte und Themen anzustecken und für ein attraktives Unterrichts- und AG-Angebot an seiner Schule zu sorgen. Und auch wenn es bei Problemen "mühsam und staubig" geworden sei, habe Kiselowa mit Eigeninitiative Abhilfe geschaffen. Das Herzblut, mit dem als Lehrer für Biologie und Sport sowie als Schulleiter gearbeitet habe, habe ihn bis in den Vorstand der Niedersächsischen Direktorenvereinigung gebracht, deren Vize-Vorsitzender er seit Anfang 2013 war. "Wir Kollegen und Kolleginnen können uns unsere Schule nicht ohne diesen Schulleiter vorstellen", gab Michael Hagedorn zu und wünschte Michael Kiselowa im Namen der Belegschaft "einen erfüllten Unruhestand".
Auf eine "lange Dienstreise" von den Anfängen als Referendar in Hamburg bis zum "Kapitän auf dem Schulschiff Luhe-Gymnasium" blickte Michael Kiselowa zurück. "Nur mit dem Schulleiter alleine lässt sich ein Schiff dieser Größe nicht vorwärtsbewegen", räumte er ein und bedankte sich bei allen übrigen Beteiligten. In der Seglersprache wünschte Kiselowa dem Kollegium und den Schülern für die Zukunft "allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel".