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Neue Liebe für Käpt'n Kuddel

Käpt'n Kuddel ist stolz auf sein neues Schiff
thl. Hoopte. Manche Leute sammeln Briefmarken, Kochbücher oder auch Miniaturflaschen. Nicht so Karl-Heinz Büchel (74). Der Eigner der Elbfähre Hoopte-Zollenspieker, besser unter den Namen Käpt'n Kuddel bekannt, sammelt Schiffe. Seine Sammlung hat jetzt wieder Zuwachs bekommen: "St. Nikolaus" heißt das 30 Meter lange Schmuckstück und bietet unter seinem geschlossen Dach Sitzplätze für 118 Personen. Das neue Schiff soll im Wechsel mit der vor fünf Jahren gebauten "Käpt'n Kuddel" eingesetzt werden.
"Ich habe die St. Nikolaus vor eineinhalb Jahren in Kufstein (Österreich) gesehen, wo sie im Einsatz war, und mich gleich in sie verliebt", erzählt Büchel. Schnell war er sich mit dem Besitzer einig. Mit einem Tieflader ließ Büchel das im Jahre 2000 gebaute, 85 Tonnen schwere Schiff über München nach Heilbronn transportieren. Dort wurde das Fahrgastschiff auf mit zwei großen Kränen auf ein Frachtschiff gehievt und nach Hamburg gebracht. "Im Hamburger Hafen haben zwei weitere Kräne die St. Nikolaus ins Wasser gehievt. Dann ging es zum Anlegeplatz am Zollenspieker", erzählt Büchel die Geschichte weiter.
Vor dem ersten Einsatz gab es aber noch eine Art Generalüberholung. Eine neue Musik- und Sprachanlage wurde eingebaut, der Rumpf entrostet, das Schiff gereinigt und neu angestrichen.
Wenn eine Sammlung zu groß wird, muss man sich manchmal auch von einigen Stücken trennen. So auch Karl-Heinz Büchel. Die "St. Nikolaus" ersetzt die Barkasse "Patrick", die rund 30 Jahre als Ausflugsdampfer eingesetzt war und jetzt zum Verkauf steht.