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"Verantwortung füreinander tragen": Salzhäuser Jugendpflege veranstaltete Selbstbehauptungskursus mit Profi-Trainerin

Freude über den Erfolg: Trainerin Damaris Freischlad (Mi.) mit Andreas Brammer und Lea Tewes von der Salzhäuser Jugendpflege
ce. Salzhausen. "Schweigen gibt dem Täter Macht. Täter suchen Opfer, keine Gegner!": Mit diesen Thesen gab die Salzhäuser Jugendpflege die Marschroute eines zweitägigen Selbstbehauptungskurses, den sie für zahlreiche interessierte Teilnehmer veranstaltete. Trainiert wurden sie von der Trainerin Damaris Freischlad vom Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining (I-GSK) mit Hauptsitz in Osnabrück.
Das I-GSK ist ein deutschlandweit agierendes Netzwerk engagierter Trainer, die über langjährige Erfahrung in sozialen Bereichen wie Jugend- und Familienhilfe, Kriminalistik und Psychiatrie verfügen. Sie arbeiten für Unternehmen ebenso wie für Schulen und Jugendzentren.
"Wir möchten die Jungen und Mädchen dazu bringen, dass sie sich ohne Gewalt wehren können, wenn ihr Gegenüber Streit sucht und sie provoziert", brachte Damaris Freischlad ihr Ziel auf den Punkt. Zunächst wollte sie von den Zehn- bis 17-Jährigen wissen, was diese stark mache und worauf es bei einer effektiven Selbstbehauptung ankomme. "Miteinander reden", "Teamwork", "Grenzen bestimmen und einhalten", "Fair miteinander sein" und "Aufeinander aufpassen" nannten die Teilnehmer als für sie wichtigste Aspekte. Diese mussten sie dann praktisch-spielerisch anwenden. So mussten sie bei Turnübungen Gemeinschaftsgeist beweisen. Bei Ballspielen in Zweierteams trat jeweils ein Spieler mit verbundenen Augen an und musste sich auf die Anweisungen seines Partners verlassen, um den Bällen der gegnerischen Spieler auszuweichen.
"Es war eine ungewöhnliche Erfahrung, sich wie ein Blinder zu fühlen. Aber wir haben uns beim Ballspiel gut verständigt", erklärten die Teilnehmer. Auch sonst hätten sie bei dem Kursus "viel für das Leben gelernt".
Ermöglicht wurde der Kursus durch den Verkehrs- und Kulturverein Salzhausen, der der Jugendpflege den Erlös der Weihnachtsmarkt-Tombola 2016 gespendet hatte. "Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung", sagten Jugendpfleger Andreas Brammer und Mitarbeiterin Lea Tewes. "Auch für die von uns betreuten Mädchen und Jungen ist Selbstbehauptung, das Fördern der eigenen Stärken, ein wichtiges Thema."