Jugendzentren sehr gut besucht / Sorge wegen Personal und Gebäude
Steinkirchen: Sommerferienzeit mit tollen Angeboten

Sie waren beim Angebot Batiken dabei (v.li.): Emily (8), Janne (9) und Marie (11)
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  • Sie waren beim Angebot Batiken dabei (v.li.): Emily (8), Janne (9) und Marie (11)
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ab. Steinkirchen. Jetzt sind die Sommerferien zu Ende, in denen das Jugendzentrum in Steinkirchen sechs Wochen lang mit tollen Angeboten aufwarten konnte. "Wir haben hier und im Jugendzentrum "Alaska" in Hollern-Twielenfleth viel organisiert", sagt der hauptamtliche Jugendpfleger Marcel Cohrs. Das Programm reichte von Ausflügen, wie beispielsweise zum Hamburg Dungeon oder ins Freibad nach Hollern-Twielenfleth, über Bastel- und Batikaktionen bis hin zu einem Besuch bei der Maritimen Landschaft Unterelbe.

"Spaß, Bildung und Sport, es war alles dabei", so Cohrs. Die Teilnehmerzahlen seien unterschiedlich gewesen, aber einige Angebote wurden regelrecht überrannt. "Für das Körbeflechten hatten wir zehn Plätze vorgesehen. Angemeldet hatten sich zu unserer Überraschung aber 35 Jugendliche."

Die festen Angebote gebe es nur während der Ferienzeit. Außerhalb der Ferien bieten der 40-jährige Diplom-Soziologe und seine ehrenamtlichen Helfer in der offenen Kinder- und Jugendarbeit eine breite Auswahl, bei der z.B. Fahrräder repariert, Spiele oder Fußball gespielt werden. Die Kinder und Jugendlichen sind überwiegend im Alter zwischen acht bis 18 Jahren, da sei es schon manchmal eine Herausforderung, die unterschiedlichen Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen.

Derzeit stehen dem hauptamtlichen Jugendpfleger in Steinkirchen fünf ehrenamtliche Helfer zur Verfügung, im "Alaska" sind es vier. Ein großes Lob will Cohrs an die vielen Ehrenamtlichen aus der Samtgemeinde Lühe schicken. Es habe jede Menge helfende Hände gegeben.

Aber nicht alles läuft so gut. "Mit dem Ferienende geht auch meine FSJlerin. Wir suchen händeringend eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger." Was Marcel Cohrs besonderes umtreibt: Im September wird er Papa und geht in Elternzeit. "Ich habe für mich noch keinen Ersatz gefunden. Damit steht die Herbstfreizeit auf der Kippe."

Und Cohrs hat eine weitere Sorge: Das Gebäude in Steinkirchen, in dem das Jugendzentrum untergebracht ist, gehört nicht der Samtgemeinde, soll aber wohl verkauft werden. "Das ist für uns ein Dauerthema, was unter den Nägeln brennt. Die Kinder lieben das Gebäude. Wir fürchten jedes Jahr, dass wir vor der Tür gesetzt werden." In diesem Jahr habe sich bereits ein Interessent das Haus angesehen. "Es gibt in der Samtgemeinde keine Alternativen, die wir nutzen könnten."

Marcel Cohrs bedauert die Situation. "Es läuft echt gut. Wir sind eine bunte Mischung und werden auch von jungen Flüchtlingen besucht. Mindestens 15 Kinder und Jugendliche kommen pro Tag vorbei, und das sind nicht immer die selben." Wenn das Angebot wegfalle, seien nach Cohrs' Schätzung 60 Kinder und Jugendliche davon betroffen.

• Wer als FSJler oder Jugendpfleger mit Marcel Cohrs in Kontakt treten möchte, erreicht ihn per WhatsApp unter 0162 - 2443109 oder per E-Mail an marcel.cohrs@luehe-online.de.

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