25 Jahre Vertrauen und Begleitung
Doppeljubiläum bei Michael Dehning Bestattungen in Stelle
- 25 Jahre Dehning Bestattungen - und auch das "Haus an der Eiche" als Herzstück des Unternehmens gibt es inzwischen 20 Jahre
- Foto: Michael Dehning Bestattungen
- hochgeladen von Jan Filter
Von der theoretischen Diplomarbeit zum tief in der Region verwurzelten Familienbetrieb: Das Bestattungsunternehmen Michael Dehning aus Stelle blickt auf ein Vierteljahrhundert Firmengeschichte zurück. Was im Jahr 2001 buchstäblich „aus dem Nichts“ begann, wird heute im Haus an der Eiche in Stelle bereits von der nächsten Generation mitgetragen. In diesem Jahr gibt es gleich doppelten Grund zum Feiern.
Aus Businessplan wird Realität
Die Gründungsgeschichte des Unternehmens ist ungewöhnlich. Weder Heike noch Michael Dehning stammten direkt aus klassischen Bestatterfamilien, auch wenn es in der Verwandtschaft Berührungspunkte gab. Der eigentliche Startschuss fiel durch Heike Dehning: Während ihres Studiums schrieb sie ein Plankonzept zur Gründung eines Bestattungsunternehmens in Stelle – eine Diplomarbeit, die ihre Professoren derart überzeugte, dass sie sie ermutigten, die Theorie in die Praxis umzusetzen.
Im Jahr 2001 wagte das Ehepaar den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Anfänge waren bescheiden: Ein gekaufter Bestattungswagen und ein Büro in den eigenen Privaträumen reichten für den Start. Heike Dehning arbeitete anfangs noch parallel in ihrem alten Beruf, bis das Pensum schließlich zu groß wurde. Sie qualifizierte sich zur Geprüften Bestatterin und später zur Bestattermeisterin. Der nächste große Meilenstein folgte 2006 mit dem Bau des Haus an der Eiche, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Erste Planungen für das Gebäude entstanden buchstäblich auf Bierdeckeln – und bewähren sich bis heute als Herzstück des Familienbetriebes.
Generationswechsel: Familie als Team
Nach über zwei Jahrzehnten ständiger Einsatzbereitschaft stand für Heike und Michael Dehning, die inzwischen beide die 60 überschritten haben, die Frage der Nachfolge im Raum. Die Devise lautete dabei immer: Freiwilligkeit. Während der ältere Sohn nach einem Jahr im Betrieb feststellte, dass seine Leidenschaft im klassischen Handwerk liegt, entschied sich der jüngere Sohn Julian bewusst für den Einstieg in das Familienunternehmen.
Komplettiert wird das junge Team durch Julians Partnerin Laura. Ihre Integration in die Firma passierte fast zufällig: Aus Eigeninitiative nahm sie sich eine Woche Urlaub aus ihrem regulären Job, um ein Praktikum im Betrieb zu absolvieren. Die Chemie stimmte sofort und Laura ist nun seit vier Jahren fester Bestandteil des Teams. Julian bereitet sich aktuell auf seine Prüfung zum Geprüften Bestatter vor. Das Besondere: Das gesamte Team lebt und arbeitet auf demselben Grundstück am Uhlenhorst. Diese kurzen Wege sind ein enormer Vorteil, erfordern aber auch viel Toleranz und Zusammenhalt.
Ein offenes Haus für Trauer und Begegnung
Was das Unternehmen von vielen anderen abhebt, ist die konsequente Ausrichtung auf Helligkeit, Nahbarkeit und absolute Individualität. Das Haus an der Eiche verzichtet bewusst auf schwere, dunkle Farben. Stattdessen fungieren die Räumlichkeiten als freundliche Begegnungsstätte - in der in der Vergangenheit sogar Märchenabende stattfanden.
Absolute zeitliche und gestalterische Freiheit
Ein zentraler Baustein der Firmenphilosophie ist die hauseigene Trauerhalle. Sie bietet Platz für bis zu 50 Personen, ist aber auf bis zu 100 Personen erweiterbar und macht die Familie Dehning unabhängig von städtischen Friedhofs- oder Kirchenzeiten. Bei der Gestaltung der Abschiednahme gibt es kaum Grenzen: Ob eine Trauerfeier in einer Reithalle mit Harley-Davidsons oder intime Momente mit Beamer-Präsentationen und Live-Musik – das Team macht alles im Rahmen des Möglichen realisierbar. Technisch überlässt man bis ins Detail nichts dem Zufall. So sorgt beispielssweise eine eigene, kostenpflichtige Funkfrequenz dafür, dass die Musik bei der Trauerfeier nicht durch Handysignale gestört wird.
Tiere als Seelentröster in nahbarer Atmosphäre
Eine weitere Besonderheit ist die Präsenz von Tieren auf dem Grundstück. Die Familie hält Hunde und Pferde - die auf Wunsch der Angehörigen als wertvolle „Seelentröster“ fungieren. Das Streicheln eines Hundes oder der Gang zum Pferdestall nimmt vielen Trauernden in einer psychischen Ausnahmesituation die erste schwere Last. Die Dehnings legen Wert auf Transparenz und Zugänglichkeit: Beleuchtete Wege am Abend geben Sicherheit, und Angehörige schätzen das Wissen, dass ihre Verstorbenen direkt vor Ort im Haus versorgt und in der eigenen Kühlung aufbewahrt werden.
Mit Tradition und Fachkompetenz in die Zukunft
Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert vereint das Familienunternehmen tiefes Traditionsbewusstsein mit einem offenen Blick für zeitgemäße Bestattungskultur und ist so zu einem unverzichtbaren, vertrauensvollen Begleiter für die Menschen in der Region geworden. Auch in Zukunft wird das Team von Dehning Bestattungen diesen einfühlsamen Weg konsequent weitergehen, um Angehörigen im „Haus an der Eiche“ stets einen sicheren Hafen des Trostes, der Würde und der menschlichen Zugewandtheit zu bieten.
Redakteur:Jan Filter aus Winsen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.