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Es war ein wunderbares Jahr: Mit dem Apenser Schützenfest geht das Würdenjahr von König Helmut Sadelfeld zu Ende

Als Nachbarn schon seit Jahren ein eingespieltes Team: das Königspaar mit den Adjutantenpaaren Magarete und Herbert Hinrichs (li.) sowie Peter und Heidrun Möller (li.) (Foto: SV Apensen)
 
Helmut und Hildegard Sadelfeld freuen sich, dass ihre Enkelin Lena regelmäßig bei ihnen ist
An sein Würdenjahr wird sich Helmut Sadelfeld (62), noch amtierender Schützenkönig von Apensen, mit Sicherheit immer gerne erinnern. „Es war ein wunderbares Jahr mit wirklich tollen Bällen“, erzählt der Zollbeamte. „Der größte davon war der im CCH in Hamburg. Doch das absolute Highlight war mein eigener Königsball im Gasthaus Klindt­worth.“ Von der Tischdekoration, die auf seinen Beruf abgestimmt war, bis zur Stimmung im Saal sei die gesamte Feier einfach perfekt gewesen. Darüber hinaus freut sich der König darüber, dass er zu allen Anlässen und Festen zahlreich begleitet wurde.
Darauf, dass das vergangene Schützenfest der richtige Zeitpunkt war, um auf die Königsscheibe zu schießen, hatte ihn seine Ehefrau Hildegard gebracht. Die Kinder sind erwachsen, und mit 62 Jahren sei er noch fit genug, um das Würdenjahr zu genießen. Dass ihn der Präsident Rolf Bürger aber tatsächlich zum Schützenkönig ausrufen würde, damit hatte Helmut Sadelfeld dann doch nicht gerechnet. „In Apensen geben wir drei Schüsse auf die Königsscheibe ab, von denen der beste zählt“, erklärt der König. „Da aber nur die ersten beiden Ergebnisse werden angesagt werden, bleibt immer ein Unsicherheitsfaktor.“ Nachdem Sadelfeld, obwohl selbst leidenschaftlicher Sportschütze, zweimal „nur“ die Neun getroffen hatte, dachte er: „Für dieses Jahr ist der Zug abgefahren.“ Umso größer war die Freude, als er doch die Königskette umgelegt bekam. Als Adjutanten wählte er seine Nachbarn Herbert Hinrichs und Peter Möller. Letzterer hatte ihn vor mehr als 30 Jahren mit zum Schützenverein genommen. Helmut Sadelfeld war damals aus beruflichen Gründen mit Ehefrau Hildegard, Sohn und Tochter aus dem Kreis Vechta nach Apensen gezogen.
Großen Wert legt der König darauf, dass das Schützenjahr nicht ausschließlich aus Feiern besteht. „Wir betreiben hochklassigen Sport“, so Sadelfeld, der bis vor fünf Jahren 18 Jahre lang sportlicher Leiter des Apenser Schützenvereins war. „Wir nehmen an den Bezirkschaften teil, um uns für die Landesmeisterschaften zu qualifizieren.“
Sadelfeld schießt in der Sommer- und Winterrunde, bei den Bezirksmeisterschaften und beim Pokalschießen. Auch in seinem Beruf als Zollbeamter und Waffenträger spielt Schießtraining eine Rolle. Allerdings sei das sportliche Schießen nicht mit dem Schießen in Notwehr zu vergleichen: „Beim Schießsport geht es um Konzentration, Körperbeherrschung und kontrollierte Atmung“, so der König. „Darauf kommt es beim Training für den Ernstfall weniger an. Allerdings hilft mir die körperliche Fitness, die Voraussetzung für meinen Beruf ist, auch beim Schießsport.“
Dass sein Würdenjahr mit dem Schützenfest in Apensen zu Ende, trägt Helmut Sadelfeld mit Fassung. Nachdem er das Zepter in die Hand seines Nachfolgers gelegt hat, wird er wieder mehr Zeit für sein zweites Hobby haben: die Tischlerei. Sein größtes und wichtigstes Hobby, das er mit seiner Königin teilt, hat er auch im Würdenjahr nicht vernachlässigt: Enkelin Lena (2), verbringt mindestens einmal pro Woche einen Nachmittag bei ihren Großeltern, wenn ihre Eltern arbeiten.