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Apenser Wahl-Chaos: Noch keine Lösung in Sicht / Ratssitzung zum Thema Gemeindedirektor vertagt

Sabine Benden (Foto: archiv)
jd. Apensen. Ursprünglich sollte mit der zweiten Auflage der konstituierenden Sitzung wieder alles ins Lot gebracht werden: In der vergangenen Woche herrschte im Apenser Rathaus wegen der ungültigen Wahl von Vize-Rathauschefin und Bauamtsleiterin Sabine Benden helle Aufregung.

Bendens Vorgesetzter, der bei der Abstimmung unterlegene Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Sommer, hatte für den morgigen Donnerstag eine Ratssitzung anberaumt, um die verworrene Situation zu klären. Daraus wird nun nichts: Nach Auskunft von Sommer ist die Zusammenkunft des Rates auf unbestimmte Zeit verschoben. "Wir müssen noch einige rechtliche Dinge klären", teilte Sommer dem WOCHENBLATT auf Anfrage mit. Außerdem dürfe er rein formal gar nicht zu der Sitzung einladen: "Ich habe noch keine Ernennungsurkunde als Gemeindedirektor."

In den vergangenen Tagen liefen bereits Gespräche hinter den Kulissen, doch offenbar gibt es zwischen den Fraktionen noch keine Einigkeit über das weitere Vorgehen. Die Lage ist weiter verworren: Gegenüber dem WOCHENBLATT erklärte Sommer, dass weiter daran festhalte, das Amt des Apenser Gemeindedirektors auszuüben. Dem steht die Aussage des neuen Bürgermeistes Frank Buchholz entgegen, der eine Zusammenarbeit mit Sommer kategorisch verweigert. Eines steht allerdings fest: Benden will auf keinen Fall stellvertretende Gemeindedirektorin von Apensen werden. Diese von Sommer ins Spiel gebrachte Option lehnt sie ab.

Als Begründung für ihr Nein führt Benden das offensichtlich zerrüttete Verhältnis zwischen Sommer und Buchholz an: Sie halte es für wichtig, dass die politischen Spitzen der Gemeinde "vertrauensvoll" zusammenarbeiten. Für sie sei es eine Voraussetzung, dass die "Chemie" stimme. "Diese Voraussetzung sehe ich für die neue Wahlperiode nicht, zumal die Mehrheit im Gemeinderat Herrn Sommer nicht will." Bisher habe sie sich mit "Spaß und Freude" zum Wohle der Gemeinde engagiert, weil das "Verhältnis im Team stimmte", so Benden. Das ist nach ihrer Ansicht jetzt nicht mehr der Fall: Daher habe sie Sommer "einen Korb gegeben".

Schließlich arbeite sie zum Wohle der Gemeinde und der Bürger und nicht - wie in der freien Wirtschaft - für Sommer als ihren Chef, so Benden.