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Der Schulhof in Wiegersen ist die sicherste Lösung für Flüchtlinge

Rund 100 Bürger kamen zum Gespräch mit dem Bürgermeister Rolf Suhr (re).
wd. Wiegersen. Trotz Protest einiger Bürger werden in Wiegersen die Container für die Flüchtlinge - wie bereits vom Rat der Samtgemeinde Apensen beschlossen - auf dem Schulhofgelände gebaut. Dafür bekommt die Schule die Wiese neben der Sporthalle eine Ausgleichsfläche. Das hat Rolf Suhr, Bürgermeister (CDU) von Sauensiek, im Rahmen des Info-Gesprächs am vergangenen Samstag deutlich gemacht. Dass der Schulhof der am besten geeignete Standort sei, hätten die jüngsten Entwicklungen in Sauensiek noch einmal bestätigt: Im Containerdorf im benachbarten Sauensiek sei eine Flüchtlingsfamilie attackiert worden, berichtet Suhr. Unter anderem sei randaliert und eine Frau beschimpft worden. Aus Sicherheitsgründen sind damit abgelegenere Orte für Containerdörfer erst einmal zweite und dritte Wahl.
Rund 100 Wiegerser waren der Einladung des Bürgermeisters gefolgt, der mit dem Treffen unter anderem auf die Proteste von Ratsherr Dieter Kröger (Grüne) gegen den Schulhof als Standort reagierte. Ein Vorwurf Krögers gegen Rolf Suhr, aber auch den Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Sommer ist, dass dem Samtgemeinde-Rat neben der Schulhof-Fläche keine alternativen Standorte zur Verfügung gestellt worden seien, obwohl es welche gegeben hätte. Damit sei der Entscheidungsprozess nicht rechtmäßig. Bei den Ratsmitgliedern der anderen Fraktionen findet Kröger keinen Zuspruch: "Wir würden heute genauso abstimmen", sagte Ratsherr Oliver Pade (SPD) beim Infogesprächs. "Wir wussten von den anderen möglichen Standorten und der Schulhof ist für uns die erste Wahl." Das bestätigen auch Rolf Suhr (CDU), Jürgen Klindworth (FWG) und Peter Sommer.
Rückhalt findet Dieter Kröger hingegen bei einem Teil der Bürger, die zum Treffen kamen. So ging es bei der Diskussion zum Teil hoch her. Während einige Eltern den nur den Schulhof ihrer Kinder nicht hergeben wollen und andere Flächen wie neben dem Friedhof oder neben der Sporthalle bevorzugen, wollen andere grundsätzlich nicht, dass die Flüchtlinge in der unmittelbaren Nähe ihrer Kinder untergebracht werden. Wiederum andere heißen die Flüchtlinge ausdrücklich willkommen. So gibt es mittlerweile auch einen ersten Grundbesitzer, die eine Fläche im Gewerbegebiet Sauensiek zur Verfügung stellt.
Weitere Standorte werden in der ganzen Samtgemeinde dringend gesucht. "Die Welle rollt, es werden noch mehr Flüchtlinge kommen", sagt Rolf Suhr.