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Ein "Spinner" und Erfinder

Manfred Hüllen vor einer Vitrine mit einigen seiner Erfindungen
 
Manfred Hüllen mit Skizze und Design-Zeichnung
Manfred Hüllen entwickelt mit großem Einfallsreichtum praktische und ansprechende Werbegeschenke

bim. Hollenstedt. Wenn Sie eine Flasche Wein öffnen oder eine Nuss knacken, haben Sie das womöglich mit einem echten "Hüllen" getan. Manfred Hüllen (73) aus Regesbostel (Samtgemeinde Hollenstedt) bezeichnet sich selbst als "Erfinder, Spinner, Designer". Denn er entwickelt Ideen für praktische und ansprechende Werbegeschenke. "Ich habe 1.500 Produkte verantwortlich realisiert. 1.300 davon haben Umsatz gemacht", sagt Hüllen, der nicht nur kreativ, sondern auch ein gewiefter Verkäufer und Marketingprofi ist.
Den Erfindersinn hat Hüllen sozusagen in die Wege gelegt bekommen. "Mein Großvater Phillip Hüllen ist der Erfinder des Telefonschlosses", erzählt Manfred Hüllen. Sein Opa war Damenoberbekleidungs-Designer. "Ein früher Karl Lagerfeld", scherzt Manfred Hüllen. Weil die Damen hinter Hüllen seniors Rücken häufig telefonierten, bat er einen befreundeten Feinmechaniker, eine Wahlsperre nach seinen Vorstellungen anzufertigen, die er sich auch patentieren ließ.
Die Erfinder-Laufbahn des gebürtigen Düsseldorfers Manfred Hüllen begann während seiner Lehre zum Betriebsschlosser. "Ich habe die unfallsichere Blechtransportierzange erfunden. Da war ich 15 Jahre alt. 300 D-Mark bekam ich dafür und ein Belobigungsschreiben", so Hüllen.
Anschließend startete er seine Verkäufer-Laufbahn. Von Bier über Autos und Möbel bis hin zu Offset-Druckmaschinen brachte er alles an den Mann, bis er Mitarbeiter eines der führenden europäischen Unternehmen im Werbeartikel-Markt wurde. Binnen kürzester Zeit stieg Hüllen erst zum Verkaufsleiter und dann zum Geschäftsführer in der Schweizer Niederlassung auf. Schon als Verkaufsleiter übermittelte er seine Ideen an den Hauptfirmensitz des Unternehmens in Hamburg. "Mein Ansatz ist: Wie kann man einen Gegenstand, den es bereits gibt, durch eine Zusatzfunktion verbessern?", erklärt Hüllen.
Seit dem Jahr 2000 ist er als Produktentwickler und dem Vertrieb von Werbeartikeln selbstständig.
Bei der Realisierung seiner Ideen und dem Umgang mit Materialien kommen ihm seine Ausbildung zum Betriebsschlosser und seine Tätigkeit als Verkäufer zugute. "Denn eine wirklich gute Produkt-Idee braucht auch eine gute Produkt-Story", so Hüllen. "Der Kunde bekommt von mir einen Prototyp und eine Design-Zeichnung", so Hüllen, der das Produkt dann entweder zum Festpreis oder gegen eine Lizenz verkauft. Die Firma erwirbt so die Rechte an der Vermarktung.
Aus Manfred Hüllens "Schmiede" stammen beispielsweise Kerzenhalter, bei denen sich Kerzen-Stumpen ohne Wachsreste entfernen lassen, ein Schneidebrett in Form einer Farbpalette mit zwei integrierten Messern oder eine kleine "Ampel" mit Laserpointer, LED-Lampe und Schlüsselanhänger. Originell, aber noch nicht auf dem Markt erhältlich, sind Hüllens "Schnapsglas-Balancierer", mit dem das Servieren auch nach Alkoholgenuss möglich ist, ein "Flower-Pen", der mehr sagt, als eine Rose, oder eine "Mausefalle", ein praktischer Halter fürs Auto. "Ideen habe ich jedenfalls genug - die gehen mir nicht aus", lacht Manfred Hüllen.