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Super-Abi mit nur 16 Jahren

Legte mit nur 16 Jahren ein Super-Abi ab: Marieke-Johanne Patyna
bim. Buchholz. Sie ist sehr freundlich, durchaus selbstbewusst und wirkt so gar nicht wie eine Streberin. Und doch ist Marieke-Johanne Patyna das, was man umgangssprachlich einen "Überflieger" nennt. Mit gerade einmal 16 Jahren hat die junge Frau aus Buchholz ihr Abitur abgelegt - mit einem Notendurchschnitt von 1,1. Demnächst startet sie ein duales Studium in Hamburg.
"Ich habe das große Glück, dass ich mir Sachen, die ich mal gehört oder gelesen habe, relativ gut merken kann", sagt Marieke bescheiden.
Mit fünf Jahren wurde sie in der Waldschule in Buchholz eingeschult - das war im Sommer. Bereits im Herbst wechselte sie in die zweite Klasse. "Weil sie schon lesen, schreiben und rechnen konnte und viel disziplinierter war als die anderen Kinder", erinnert sich Mariekes Mutter Marion Patyna. Bereits mit acht Jahren kam Marieke aufs Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) in Buchholz.
Im Vergleich zu anderen Kindern habe Marieke immer sehr wenig geschlafen, sei immer sehr aufgeweckt und habe sehr früh fließend gesprochen. "Wir haben das nicht gefördert, die meisten Sachen hat sie sich selbst beigebracht", so Marion Patyna. Aber die Eltern setzten Marieke auch keine Grenzen, wenn sie etwa ein Spiel spielen wollte, das eigentlich noch nicht für ihr Alter gedacht war.
Ihre Hochbegabung, dank der Marieke jetzt sicher viele Türen offen stehen, war jedoch nicht immer ein Segen.
"Sportliche Talente werden hoch gelobt. Aber wenn jemand mehr lernen möchte, ist das anrüchig", so die Erfahrung von Marion Patyna. "Wir mussten Marieke damals beim Psychologen testen lassen, weil der Kindergarten sagte, sie sei auffällig und verhaltensunnormal", erzählt sie. In der ersten Klasse war Marieke unglücklich, fühlte sich unterfordert.
Auch Marieke bestätigt: "Locker war es nicht immer. Leistungen - gerade in der Oberstufe - wurden von einigen Lehrern nicht anerkannt", sagt Marieke. Einige Lehrer hätten etwa gesagt: "Mädchen, du hast schon so viel erreicht, was willst du noch?", wenn der ehrgeizigen Marieke die eigenen Leistungen nicht reichten. Andere Lehrer hätten sie aber auch gefördert und ihr Mut zugesprochen.
Am 1. Oktober beginnt Marieke ihr duales Studium an der Hamburg School of Business Administration (HSBA) in Hamburg und beim HSV als Partnerunternehmen der HSBA. "Beim HSV greifen Wirtschafts- und Öffentlichkeitsarbeit ineinander", erläutert Marieke. Inhalte, die sie an der Uni lernt, wie Jura, Rechnungswesen, Personalmanagement und Sprachen, kann sie beim HSV anwenden. "Der HSV war mein absoluter Wunschpartner", freut sich die Buchholzerin. Schließlich sind alle Patynas HSV-Fans.
Übrigens ist auch Mariekes kleine Schwester Marlena (13) überaus begabt. Sie wechselt jetzt nach der neunten Klasse am AEG in die elfte Klasse am Beruflichen Gymnasium Buchholz und interessiert sich brennend für Pädagogik und Psychologie.
Für Marieke gehören neben Lesen auch Schwimmen und Ballett zu ihren Hobbys. Auch künstlerisch ist sie sehr begabt. Ihre tollen Bilder im Haus der Familie zeugen davon. Seit acht Jahren besucht die 16-Jährige die Malschule von Susanne Dinter in Jesteburg. Vermutlich wäre Marieke auch eine hervorragende Illustratorin. Doch erst mal konzentriert sie sich auf ihr Studium.