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Urnenwald feierlich eingeweiht

Weihten den Urnenwald ein: (v. li.) Superintendent Dirk Jäger, Pastor Andreas Kern, Bürgermeister Wilfried Geiger, Projektleiterin Heike Brinker und Uwe Derboven, ehemaliger Kirchenvorsteher (Foto: oh)

St. Paulus: Am Waldfriedhof sind jetzt Bestattungen unter Bäumen möglich

os. Buchholz. Immer mehr Menschen wünschen sich eine Bestattung in der Natur. Auf dem Buchholzer Waldfriedhof sind jetzt auch Urnenbestattungen unter Bäumen möglich: Der Urnenwald der St. Paulus-Gemeinde wurde jetzt offiziell eingeweiht.
"Wie wir mit unseren Verstorbenen umgehen, ist auch ein Spiegel unserer Gesellschaft", sagte Superintendent Dirk Jäger bei der kleinen Feierstunde. Für Theologen habe der Mensch eine unverlierbare Würde. Dazu gehöre sein Name. "Im Urnenwald bleiben die Namen unserer Verstorbenen sichtbar", so Jäger. Pastor Andreas Kern betonte, Friedhöfe seien in Zeiten zunehmender Mobilität auch Orte der Gemeinschaft, der Würde und der Erinnerung. Kern dankte Heike Brinker für die Leitung des Projektes "Urnenwald", dem langjährigen Kirchenvorsteher Uwe Derboven, dem Friedhofsteam und den Mitgliedern des Friedhofsausschusses für die Unterstützung.
Der Urnenwald besteht aus 250 Bäumen. Er grenzt direkt an den Waldfriedhof an, ein Halbkreis aus Pflastersteinen markiert den Eingang,. An kleinen Steinmauern können Angehörige bei Beerdigungen Blumen ablegen. Der Urnenwald ist nicht konfessionsgebunden. Die Grabstätten haben eine Laufzeit von 25 Jahren und sind beliebig verlängerbar. Ein Platz am Baum kostet für 25 Jahre 650 Euro. Bis zu zwölf Urnen können an einem Baum bestattet werden. Erwirbt man sechs oder mehr Plätze an einem Baum, kann man das alleinige Belegungsrecht für diesen grünen Riesen erhalten. Die Namen der Verstorbenen werden am Baum verzeichnet, anonyme Bestattungen sind im Urnenwald nicht möglich.
• Wer sich zum "Urnenwald" beraten lassen möchte, meldet sich bei Heike Brinker unter Tel. 04181-2168850.